Sommerakademie: Ökumenisches Nachdenken

Der Garten als religiöses Symbol und die heutige Umweltkrise stehen im Zentrum der diesjährigen Ökumenischen Sommerakademie, die vom 12. bis 14. Juli im Stift Kremsmünster stattfindet.

Unter dem Titel „Gärten in der Wüste - Schöpfungsethik zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ analysieren prominente Experten aus verschiedenen Forschungsbereichen, wie aktuelle ökologische Probleme gelöst werden können. Kirchenvertreter müssen sich dabei auch die Frage gefallen lassen, ob und wie sie selbst ihre ökologische Verantwortung in ausreichender Weise wahrnehmen.

Hinweis

Anmeldung bitte bis 4. Juli 2017 an der KU Linz unter sommerakademie@ku-linz.at oder +43 (0)732 784293.

Gewählt wurde das Thema aus Anlass der oberösterreichischen Landesgartenschau, die am Freitag im Stift Kremsmünster eröffnet wurde - mehr dazu in„Dreiklang der Gärten“: Stift Kremsmünster öffnet Tore. Als Garten werde in der Schöpfungsgeschichte das Paradies geschildert, während der Garten in den Wüstengebieten, in denen die monotheistischen Religionen ihren Ursprung nahmen, ein Symbol der Sehnsucht sei, heißt es im Programmfolder.

Katze im Löwenzahn
APA/dpa/Karl-Josef Hildenbrand
Die ökumenische Sommerakademie Kremsmünster befasst sich mit „Schöpfungsethik zwischen Wunsch und Wirklichkeit“

Viele Disziplinen mit Umwelt beschäftigt

Dem stehe das globale Problem der fortschreitenden Zerstörung der natürlichen Umwelt gegenüber, das nicht nur die Umweltwissenschaften, sondern auch Wirtschaftsethik und Theologie beschäftigt. Zu den hochkarätigen Vortragenden zählen unter anderen die Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb, die Islamwissenschaftlerin Ursula Fatima Kowanda-Yassin, der Ökonom und evangelische Ökologe Hans Diefenbacher sowie der Umweltwissenschaftler Niko Paech, der den Begriff der „Postwachstumsökonomie“ geprägt hat.

Zum Auftakt ist ein Empfang des Landeshauptmanns Thomas Stelzer vorgesehen, zum Abschluss eine Podiumsdiskussion von Österreichs „Umweltbischof“ Alois Schwarz, dem evangelischen Superintendenten Gerold Lehner sowie dem serbisch-orthodoxen Bischof Andrej Cilerdzic über den Beitrag der Kirchen zur „ökologischen Umkehr“.

„Ökologische Aufbrüche“ beleuchtet

Auch ein Besuch des „Klima-Erlebnis-Weges“ der Landesgartenschau wird den Teilnehmern angeboten, mit einer Sonderführung des auf Umweltfragen spezialisierten Linzer Moraltheologen Michael Rosenberger, der bei der Sommerakademie zudem über Schöpfungsspiritualität referiert. Zuvor werden Erfahrungen von „ökologischen Aufbrüchen“ beleuchtet.

Die Biobäuerin Margit Mayr-Lamm, der Klimabündnis-Experte für „Urban Gardening“ Christoph Wiesmayr und der bayrische Landschaftsökologe Josef Heringer diskutieren dabei mit Heinz Hödl von der Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für internationale Entwicklung und Mission.

Veranstalter der Ökumenischen Sommerakademie sind unter anderen die Katholische Privat-Universität Linz, das evangelische Bildungswerk Oberösterreich, der Ökumenische Rat der Kirchen, die Kirchenzeitung der Diözese Linz, das Stift Kremsmünster, das Land Oberösterreich sowie die ORF-Religionsabteilungen in Fernsehen und Hörfunk.

religion.ORF.at/KAP

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