Bischof Bünker begrüßt „Ehe für alle“

Der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker hat am Mittwoch die Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs (VfGH) zu einer „Ehe für alle“ begrüßt.

„Für die Evangelische Kirche sind Vertrauen, Verlässlichkeit und die Übernahme von Verantwortung in der Gestaltung menschlicher Beziehungen von zentraler Bedeutung“, so Bünker in einer Aussendung des Evangelischen Pressedienstes. Aus Sicht der evangelischen Kirche biete die Ehe dafür beste Voraussetzungen und sei deshalb „ein Zukunftsmodell“.

„Ehe ein weltlich Ding“

Sie bilde den rechtlichen Rahmen für ein Zusammenleben von zwei Menschen, das auf lebenslanger Treue beruhe. Für Martin Luther – „und im Jahr des Reformationsjubiläums soll daran erinnert werden“ – sei die Ehe „ein weltlich Ding“, schrieb der Bischof.

Der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker
APA/Roland Schlager
Der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker

„Vertrauen und Verantwortung unterstützt“

Dass auch für gleichgeschlechtlich liebende Menschen, die den Wunsch nach einer lebenslang verbindlichen Partnerschaft haben, der rechtliche Raum nun vollständig geöffnet werde, „in dem Vertrauen, Verlässlichkeit und Verantwortung durch gesetzliche Regelungen geschützt und unterstützt werden, ist aus meiner Sicht zu begrüßen“, so der Bischof.

Es gehe um die rechtliche Gleichbehandlung und die Überwindung von allem, was Menschen diskriminieren könne. Die Bedeutung der Ehe zwischen Mann und Frau, die für den christlichen Glauben hoch einzuschätzen ist, werde dadurch keineswegs geschmälert, so Bünker: „Im Gegenteil – sie wird noch einmal unterstrichen.“

religion.ORF.at/epdÖ

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