Papst-Sekretär: Benedikt trat aus Liebe zu Kirche zurück

Am 11. Februar 2013 hat Benedikt XVI. (2005-2013) überraschend seinen Amtsverzicht verkündet. Fünf Jahre nach dem historischen Rücktritt meinte Alfred Xuereb - der zweite Privatsekretär Benedikts „Vatican News“, dass er währenddessen „die ganze Zeit geweint“ habe.

Für Xuereb war es ein „heroischer Akt aus Liebe zur Kirche, ... die sehr viel größer war, als seine Eigenliebe“. Der langjährige Sekretär des Papstes erfuhr laut eigener Angabe bereits am 5. Februar 2013 im persönlichen Gespräch von Benedikts Entscheidung und wollte den Papst zunächst bitten, die Entscheidung zu überdenken.

Papst Benedikt XVI. winkend 2012
Reuters/Giampiero Sposito
Papst Benedikt XVI. weinte während seines Rücktritts

Rücktritt „im Einklang mit Gottes Willen“

Laut „Vatican News“ spürte Xuereb, dass Benedikt die Entscheidung lange im Gebet meditiert habe: „Er war unbeschwert, gerade weil er sicher war, die Sache gut abgewägt zu haben, er war im Frieden, im Einklang mit Gottes Willen“, so Xuereb.

Die Beziehung zwischen Papst Franziskus und dem emeritierten Papst beschrieb Xuereb als gut. Der ehemalige Papst-Sekretär erinnerte sich als am Tag der Papstwahl das Telefon klingelte und der heutige Papst Franziskus am Apparat war, um Benedikt zu sprechen: „Ich reichte das Telefon weiter und hörte Papst Benedikt sagen: ‚Eure Heiligkeit, ich versichere Euch ab sofort meines völligen Gehorsams und Gebets‘“. Xuereb diente nach dem Amtsverzicht Benedikts auch ein Jahr lang Franziskus als Sekretär.

religion.ORF.at/KAP

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