Bünker fordert besseren Umgang mit Lebensmitteln

Kurz vor Beginn der Fastenzeit hat der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit Lebensmitteln aufgerufen.

„Während wir in Österreich durchschnittlich ein Viertel der gekauften Lebensmittel entsorgen, sind weltweit beinahe zwei Milliarden Menschen von Hunger und Mangelernährung betroffen“, so der Bischof in einer Aussendung der Organisation „Brot für die Welt“ zum Beginn der Fastenzeit. Allein in Österreichs Haushalten landen jährlich 366.700 Tonnen Lebensmittel und Speisereste im Müll, belegt eine Studie des Ökologie-Instituts aus dem Jahr 2016.

Blick in einen Mistkübel mit weggeworfenen Lebensmitteln
APA/dpa/Patrick Pleul
366.700 Tonnen Lebensmittel landen jährlich im Mistkübel österreichischer Haushalte

Gezielter einkaufen

206.000 Tonnen des Nahrungsmülls in Österreich könnten aber vermieden werden, wenn genau geplant würde und nur so viel gekauft werde, wie tatsächlich gebraucht wird, so der Bischof. Der Wert dieser Abfälle bemesse sich auf 1,3 Milliarden Euro im Jahr - damit könnte „Brot für die Welt“ beispielsweise in afrikanischen Ländern 92 Millionen Familien mit dürreresistentem Saatgut versorgen

„Bereits jetzt übersteigt unser Lebensstil die Kapazitäten der Erde. Würden alle Menschen so leben wie wir Österreicher, bräuchten wir drei Erden.“ Deshalb gelte es, weniger Lebensmittel zu verschwenden „und stattdessen in die Zukunft jener Menschen investieren, die es am nötigsten brauchen“. Denn: „So machen wir die Welt zu einem besseren Ort.“ Der lutherische Bischof ist Schirmherr von „Brot für die Welt“, einer gemeinsamen Einrichtung der Evangelischen Kirche A.B. und H.B., der Evangelischen Frauenarbeit und der Diakonie Austria.

religion.ORF.at/KAP

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