D: Altar aus Meisner-Nachlass bringt halbe Million Euro

Ein kleiner gotischer Altar aus dem Nachlass des Kölner Kardinals Joachim Meisner ist am Mittwoch in Köln für 400.000 Euro versteigert worden. Zu diesem sogenannten Hammerpreis kommt noch ein Aufgeld von 114.000 Euro.

Der Gesamtpreis ergibt dadurch mehr als eine halbe Million Euro, sagte Kilian Jay von Seldeneck vom Auktionshaus Lempertz der Deutschen Presse-Agentur. Der Erlös fließt an die Kardinal-Meisner-Stiftung, die Gemeinden im Erzbistum Köln sowie in Osteuropa fördert. Meisner war vergangenes Jahr im Alter von 83 Jahren gestorben.

Erzbischof von Köln Joachim Meisner
APA/dpa/Oliver Berg
Kardinal Meisner verstarb 2017 im Alter von 83

Wert war Meisner vermutlich „nicht bewusst“

Seldeneck sagte, den aus der Toskana stammenden Altar habe Meisner Ende der 80er Jahre von einer Kunstsammlerin geschenkt bekommen. Der tatsächliche Wert dürfte ihm nicht bewusst gewesen sein, da das Stück nur für einen Bruchteil des Schätzpreises von 120.000 bis 160.000 Euro versichert gewesen sei.

Insgesamt erzielten die bis Mittwochmittag versteigerten Stücke aus dem Meisner-Nachlass knapp 600.000 Euro. Zu dem Nachlass gehören Gemälde, Ikonen, Skulpturen, Möbel und Porzellan. Der überwiegende Teil soll erst Ende September bei einer Benefiz-Auktion versteigert werden. Meisner interessierte sich für Kunst, auch für moderne.

religion.ORF.at/APA