Lutherische Stadtkirche: Eine Orgel spielt auf

In der Lutherischen Stadtkirche in Wien wird eine neue Orgel eingeweiht. Sie verbindet alte mit neuen Traditionen und ist ab Sonntag im Rahmen einer Orgelfestwoche zu hören.

Anlässlich der Fertigstellung der neuen Lenter-Orgel der Lutherischen Stadtkirche Wien findet zwischen dem 17. bis 24. Juni die Orgelfestwoche in der Lutherischen Stadtkirche, Dorotheergasse 18, 1010 Wien statt. Eröffnet wird die Festwoche mit einem Gottesdienst am 17. Juni um 10.00 Uhr, den Bischof Michael Bünker, Pfarrerin Ines Knoll und Pfarrer Wilfried Fussenegger führen.

Organistin Erzsebet Windhager-Gered an der Lenter-Orgel in der Lutherischen Stadtkirche in Wien
Erzsebet Windhager-Gered
Organistin Erzsebet Windhager-Gered in der Lutherischen Stadtkirche in Wien

Das Orgelbauunternehmen Lenter arbeitet als selbständige Werkstätte seit 1999 in Sachsenheim, in der Nähe von Stuttgart, Deutschland. Die neue Orgel fußt auf fünf erhaltenen Registern der alten Deutschmann–Orgel aus dem 19. Jahrhundert und setzt den frühromantischen Stil fort.

Konzerthinweis

Orgelfestwoche in der Lutherischen Stadtkirche, Dorotheergasse 18, 1010 Wien, von 17. bis 24. Juni. Eintritt frei.

Das Besondere an der Orgel ist „ein Physharmonikawerk, mit dem möglich sein wird bisher ungehörte Klänge, durchaus in der Tradition des Wiener Klangstiles, zu zaubern“, so die Organistin der Stadtkirche, Organistin Erzsebet Windhager-Gered, gegenüber religion.ORF.at.

Gewagte Lösungen

Ausgestattet mit 38 Registern auf drei Manualen, mit technischen Möglichkeiten der modernen Orgelbaumethoden (20.000 Setzer-Kombinationen) und einigen gewagten und gelungenen orgelbautechnische Lösungen (Schleif- und Kegellade auf einem Werk) „wird sie ab dem 17. Juni 2018 den neugierigen Organisten weltweit viel Überraschendes bieten und viele Musikliebhaber Wiens erfreuen“.

Orgelpfeifen der Lenter-Orgel in der Lutherischen Stadtkirche in Wien
Erzsebet Windhager-Gered
Die neue Orgel soll „viel Überraschendes bieten“.

„Jahrhundertprojekt“

Die prominent besetzten Konzerte mit unterschiedlichen Organistinnen und Organisten können alle bei freiem Eintritt besucht werden. Die Stadtkirche bittet daher um freie Spenden. Mit diesem „Jahrhundertprojekt“ sei die Kirche finanziell an ihre Grenzen gestoßen, so Pfarrerin Knoll in einer Aussendung.

„Doch wir brauchen diesen kostbaren Klangkörper für das Erklingen des Gottesliedes von unserem heiligen Sein und Werden. Und wir wollen und sollen jenen, die nach uns sind, ein Instrument zu demselben Sinn weiterreichen – für den wunderbaren Vorausklang der einen, ewigen Freude.“

Die Orgelfestwoche bietet neben einigen Konzerten - zum Teil mit Chorbegleitung - auch Führungen, eine Präsentation und die Möglichkeit, die Orgel selbst auszuprobieren, an. Für ganz große Fans des Orgelspiels wird am Samstag von 18.00 bis 21.00 Uhr ein „Orgelmarathon“ angeboten.

gril, religion.ORF.at

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