Ex-IGGÖ-Chef Sanac übt Kritik an Olgun

Der Streit in und rund um die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) geht weiter. Ex-IGGÖ-Präsident Fuat Sanac wies gegenüber der „Presse“ Kritik seines Nachfolgers Ibrahim Olgun zurück und warf ihm im Gegenzug unprofessionelles Verhalten vor.

Sanac zeigt sich unglücklich darüber, dass die Arabische Kultusgemeinde offenbar nach Hinweisen Olguns vom Kultusamt aufgelöst wurde. „Man muss mit seinen Glaubensbrüdern sprechen und das intern lösen. Das ist eine Verschiebung der Probleme auf andere. Das finde ich unprofessionell. Nicht nur von Olgun, der ist nicht alleine“, so Sanac.

Olgun übt Kritik am Vorgänger

Die Vorwürfe Olguns in Richtung seines Vorgängers, wonach man sich „viele negative Entwicklungen“ hätte ersparen können, wenn die damaligen Verantwortlichen der IGGÖ die Umsetzbarkeit und Auswirkungen des Islamgesetzes hinterfragt hätten, wies Sanac zurück.

Der neue Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ), Ibrahim Olgun (l.), und  sein Amtsvorgänger Fuat Sanac
APA/IGGIÖ/Mouddar Khouja
IGGÖ-Präsident Ibrahim Olgun (links) und sein Vorgänger Fuat Sanac (rechts) liefern sich nun einen verbalen Schlagabtausch

Sanac zufrieden mit Islamgesetz

„Was hat das mit dem Islamgesetz zu tun?“, fragte Sanac. Für ein Gesetz wie das 2015 beschlossene Islamgesetz würden Muslime in anderen Ländern kämpfen. Man habe in Österreich viele Rechte, vom Islamunterricht über Kindergärten und Schulen bis zu Lehrern, die vom Staat bezahlt würden.

Und man habe durch Verhandlungen auch den einen oder anderen Kompromiss im Sinne der Glaubensgemeinschaft erzielen können. Er sei zufrieden mit dem, was am Ende herausgekommen sei, erklärte Sanac, der von 2011 bis 2016 IGGÖ-Präsident war, gegenüber der „Presse“.

religion.ORF.at/APA

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