Lourdes-Grotte wegen Hochwassers geschlossen

Die Wallfahrtsstätte im südwestfranzösischen Lourdes ist in einigen Bereichen wegen Hochwassers geschlossen worden. Die berühmte Grotte, Becken sowie die „Kapellen des Lichts“ seien nicht zugänglich, teilte die Wallfahrtsstätte am Mittwoch mit.

In der Nacht auf Mittwoch trat der Fluss Gave de Pau nach starken Regenfällen über die Ufer. Französischen Medienberichten vom Mittwoch zufolge stehen die Mariengrotte und die Pilgerbassins unter Wasser und blieben geschlossen. Die höher gelegene Wallfahrtsbasilika blieb bislang verschont. Es werden demnach Maßnahmen getroffen, um die Grotte und die dort sprudelnde Quelle zu schützen.

Öfter schwere Hochwasser

2012 und 2013 hatten schwere Überschwemmungen in dem Pyrenäen-Ort jeweils Millionenschäden verursacht. Nach diesen Erfahrungen waren neue Barrieresysteme entwickelt worden, die nun an der Grotte zum Einsatz kommen, wie auf Videobildern zu sehen ist. Für den Moment sei die Situation stabil, hieß es. Es wurde laut Mitteilung bisher keine Pilgerreise abgesagt.

Aufräumarbeiten nach Überschwemmung vor der Grotte in Lourdes im Oktober 2012
APA/EPA/STR
Immer wieder kommt es zu Überschwemmungen der Grotte

Mit sechs Millionen Besuchern jährlich ist Lourdes das größte Wallfahrtsziel Frankreichs. Der Fluss Gave de Pau passiert in dem Ort eine Engstelle. Außer 2012 und 2013 hatte es dort bereits 1937, 1979 und 1982 starke Überschwemmungen gegeben. 2013 kamen in der Region drei Menschen durch die Wassermassen ums Leben; rund 5.000 Personen mussten in Sicherheit gebracht werden.

In der Grotte soll im Jahr 1858 einem Mädchen die Jungfrau Maria erschienen sein - die Kirche erkennt die Marienerscheinung offiziell an.

religion.ORF.at/dpa/APA/KAP/KNA

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