Event  2002 / Graz

Grazer Minoriten-Kulturzentrum setzt weiter auf Mehrsparten-Programm

Rund 19.000 Besucher haben im Vorjahr das Kulturprogramm des Grazer Kulturzentrums bei den Minoriten in Anspruch genommen. Der "Erfolgs-Mix" der Grazer Institution, die sich als ein Zentrum für zeitgenössische Gegenwartskultur und Religion etabliert hat: ein buntes Mehrsparten-Programm.

Diesem Mehrsparten-Programm will das Kulturzentrum auch im kommenden Jahr treu bleiben: Von zeitgenössischer bildender Kunst zum Thema "Brot" über Lesungen mit beispielsweise Marlene Streeruwitz und Josef Winkler bis hin zum "Grazer Tanzfrühling" reichen die Pläne des Kulturzentrums unter der Leitung von Johannes Rauchenberger, der das neue Programm am Dienstag in Graz vorgestellt hat.

Besucherzuwachs von rund 25 Prozent

Gleich um ein Viertel mehr Besucher hatte das Kulturzentrum mit Beginn der neuen Leitung im Jahr 2000 zu verzeichnen. Der Wert konnte auch in diesem Jahr gehalten werden. "Wir erfahren viel Zuspruch, was uns freut", so Rauchenberger. Nur das Geld für die vermehrte Anstrengung sei gleich geblieben, fügte der junge Theologe und Kunsthistoriker kritisch hinzu: Mit seinen rund drei Millionen Schilling stellt das Kulturzentrum jährlich rund 170 Veranstaltungen

auf die Beine.

"Literatur ohne Grenzen"

Darunter befinden sich im nächsten Jahr unter anderem gleich im Jänner eine Lesereihe zur "Literatur jenseits der Grenzen" mit Schriftstellern aus Brünn, Bordeaux, Belgrad, Berlin und Plov (Beginn am 29. Jänner). Bereits für den 24. Jänner ist ein Leseabend mit

Robert Menasse, Josef Winkler, Marlene Streeruwitz und Jenny Erpenbeck vorgesehen. Im Bereich Theater sollen das ganze Jahr über verstärkt Theatertage für junges Publikum stattfinden, an denen die Kinder und Jugendlichen auch gleich selbst in Workshops Bühnenluft schnuppern können (erstmals am 14. Februar).

Ausstellung über Brot

Im Bereich Bildende Kunst wird u.a. eine Ausstellung ganz aus und über Brot zu sehen sein. Eingeladen wurde dafür der Kärntner Künstler Michael Kos, der das Lebensmittel für seine künstlerischen Arbeiten entdeckt hat (zu sehen ab dem 20. April). Junge polnische Malerei wird im Juni präsentiert werden, und für Oktober nächsten Jahres ist man noch mit dem britischen Biennale-Teilnehmer Mark Wallinger "im Gespräch", so Rauchenberger.

Tanz im März 2002

Im März steht der so genannte Grazer Tanz-Frühling, der der modernen polnischen Tanzszene gewidmet ist, am Programm (vom 2. Bis 9. März). Für Herbst des Jahres ist eine eigene Tanzschiene mit neuen österreichischen Produktionen angesetzt. Zu den musikalischen Höhepunkten zählt im kommenden Jahr die Aufführung des 70-minütigen

Zyklus "Necessita d'Interrogare il Cielo" des Italieners Giorgio Netti durch den Baseler Sopransaxophonisten Marcus Weiss.

Das jeweilige aktuelle Monatsprogramm findet sich auch im Internet. 

 

 

 

 
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