News 11. 07. 2006

"Pax Christi" fordert Sanktionen gegen Israel

Die österreichische Sektion der internationalen kirchlichen Friedensbewegung "Pax Christi" hat an die österreichische Bundesregierung appelliert, gegen das derzeitige israelische Vorgehen im Gaza-Streifen zu protestieren und jegliche finanzielle und politische Unterstützung Israels auszusetzen.

Im Rahmen der Europäischen Union sollte Österreich darauf hinarbeiten, die Einhaltung des Völkerrechts wenn nötig durch Sanktionen durchzusetzen, heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung von "Pax Christi Österreich". Es sei das "offensichtliche Ziel der militärischen Invasion", wichtige Infrastruktur im palästinensischen Gaza-Streifen zu zerstören, kritisiert "Pax Christi". Durch die Zerstörung des wichtigsten E-Werks seien der Süden und das mittlere Gebiet ohne Strom. Die Wasserversorgung funktioniere nicht mehr. "Die ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln ist kaum möglich", betont die krichliche Friedensbewegung. Die Absiedlung der radikalen israelischen Siedler im Vorjahr stelle sich somit nachträglich als "Vorbereitung einer möglichst risikolosen Zerstörung der Lebensgrundlagen" der Palästinenser des Gaza-Streifens in einem zweiten Schritt dar.

 

 

 

 
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