News 29. 03. 2007 |
Katholische Theologen fordern Reform der GlaubenskongregationKatholische Theologen solidarisieren sich zunehmend mit dem jüngst von der vatikanischen Glaubenskongregation kritisierten salvadorianischen Befreiungstheologen P. Jon Sobrino SJ.Dem Tübinger Theologen Peter Hünermann liegen nach eigenen Angaben mittlerweile entsprechende Erklärungen von 69 weiteren Theologen vor, die sein Plädoyer für eine "intelligente Neugestaltung" der römischen Glaubenskongregation mittragen. Dazu zählten der Rektor der Universität Salzburg, Heinrich Schmidinger, der Münsteraner Fundamentaltheologe Johann Baptist Metz sowie der Tübinger Ethiker Dietmar Mieth, sagte Hünermann am Mittwoch der deutschen katholischen Nachrichtenagentur KNA. Weitere Reaktionen liefen bei ihm ein. Weltweite VeröffentlichungDie Theologen trügen ausdrücklich seine Kritik an der Glaubenskongregation mit, die Hünermann in der April-Ausgabe der Zeitschrift "Herder-Korrespondenz" vorgelegt hat. Der Text von Hünermann, der Ehrenpräsident der Europäischen Gesellschaft für katholische Theologie (ET) ist, wird nach seinen Angaben auch in der April-Ausgabe der italienischen katholischen Zeitschrift "Il regno" und einer lateinamerikaweit verbreiteten Zeitschrift veröffentlicht. Urteil über Sobrino „schlicht falsch“Die Glaubenskongregation hatte Mitte März geurteilt, die Schriften P. Sobrinos wiesen "schwer wiegende Defizite sowohl in der Methodologie wie im Inhalt" auf. Die Maßregelung Sobrinos war die erste derartige Maßnahme unter Papst Benedikt XVI. Hünermann wirft der Kongregation vor, ihre Aussagen zu Sobrinos Schriften seien teils "schlicht falsch" und beruhten auf einer "flüchtigen Lektüre".
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