News 7. 12. 2007

Neue Initiativen für die Erhaltung des Stephansdom

Mit Christian Konrad an der Spitze wird der Verein "Unser Stephansdom" (früher "Rettet den Stephansdom") in Zukunft verstärkt Initiativen entwickeln, um die Restaurierung des Doms voranzutreiben.

Raiffeisen Generalanwalt Christian Konrad gab im Rahmen einer Pressekonferenz am Freitag in Wien das erste große Ziel bekannt: Binnen zehn Jahren soll die gesamte Außenfassade des Stephansdoms gereinigt und saniert werden. Der Dom sei sowohl ein besonderer "Ort des Glaubens" als auch ein österreichisches Kulturdenkmal ersten Ranges und darüber hinaus ein Symbol Europas, so Konrad.

30 Millionen Euro

Die für die Fassade notwendige Summe bezifferte der neue Obmann des Vereins "Unser Stephansdom" mit rund 30 Millionen Euro. Ein Drittel davon sollen jeweils Bund, Land Wien sowie private Spender aufbringen. Drei Millionen Euro an Spenden konnten auch bereits in kurzer Zeit lukriert werden, sagte Konrad. Mit der Außenrestaurierung wurde bereits im Bereich der Westfassade begonnen, wobei die Arbeiten auf vier Jahre angesetzt sind. Die Gerüste sind hinter einer spiegelnden Schutzfolie verborgen. Auch die Arbeiten an der Turmspitze werden mit Nachdruck vorangetrieben, werden aber noch einige Jahre dauern. Derzeit wird im Bereich einer Höhe von 90 bis 137 Metern die Sandsteinfläche von Verkrustungen befreit, schadhafte Teile werden ausgetauscht. Auch die Turmspitze soll vollständig restauriert werden.

Verlegung der Dombauhütte

Weiters geplant ist u.a. auch die Verlegung der Dombauhütte unter die Erde, damit der Dom wieder von allen Seiten frei einsehbar ist. Lichtinstallation im Advent Konrad kündigte auch eine Reihe von neuen Aktivitäten rund um den Dom an. So ermögliche bereits jetzt eine Lichtinstallation, den Dom während der Adventzeit "in einem völlig neuen Licht" zu betrachten. Im Spiel von Licht und Schatten sollen Größe und Aussehen des Doms aus dem Jahr 1147 simuliert werden. Auch ein überdimensional großer Adventkranz schmückt erstmals die Fassade des Gotteshauses. Durch eine Reduzierung der Aktivitäten auf dem Platz vor dem Dom sollen die Schönheit und Mystik der Kirche wieder stärker zum Tragen kommen.

Geistige Erneuerung

Dompfarrer Anton Faber wies auch darauf hin, dass mit der äußerlichen Restaurierung des Doms eine innere geistige Erneuerung einhergehen müsse. Der Stephansdom halte seine Tore immer weit offen und lade alle Menschen zum Gebet und zur Besinnung ein. Ausdrücklich dankten Faber und Konrad allen Menschen, die bisher zur Erhaltung des Doms beigetragen hatten, sei es in der Zeit des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg oder auch in den vergangenen 20 Jahren im Rahmen der Aktivitäten des Vereins "Rettet den Stephansdom". Der Verein konnte bis heute rund 31 Millionen Euro an Spendengeldern aufbringen. An der Pressekonferenz nahm auch der Wiener Altbürgermeister Helmut Zilk teil, der 1987 gemeinsam mit Kardinal Hans Hermann Groer den Verein gegründet hatte. Er berichtete, dass im Vorfeld der Vereinsgründung auf Grund des desolaten Zustands des Doms sogar eine Schließung des Gotteshauses gedroht hatte. Diese Situation habe schließlich zur Vereinsgründung geführt.

StephansTon

Neue Aktivitäten Unter dem Titel "StephansTon" startet im Rahmen der Wiener Festwochen im Mai 2008 eine anspruchsvolle klassische Konzertreihe im Stephansdom.

 
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