Anglikaner-Ordinariat kämpft mit finanziellen Engpässen
Das Personalordinariat für zum Katholizismus übergetretene britische Anglikaner kämpft laut Leiter Keith Newton mit finanziellen Engpässen.
Der Leiter des Ordinariats, der ehemalige anglikanische Bischof Keith Newton, rief vor kurzem in einem Brief aus Anlass des ersten Jahrestages des Bestehens des Ordinariats die Gläubigen zu finanzieller Unterstützung auf. Es habe – nicht zuletzt durch die finanzielle Belastung – „Enttäuschungen und Rückschläge“ gegeben, aber das Ordinariat wachse weiter, so Newton.
Große Spende eingefroren
Genährt werden die finanziellen Sorgen unter anderem dadurch, dass eine dringend benötigte Millionenspende einer anglikanischen Wohlfahrtsorganisation seit über einem halben Jahr auf Eis liege. Das Ordinariat teilt auf seiner Website mit, dass die Spende der „Bruderschaft des Heiligsten Sakraments“ zwar eingelangt sei, jedoch bis zum Abschluss eines schwebenden Prüfverfahrens durch die „Charity Commission“, eine Prüfstelle der Regierung, nicht verwendet werden könne.
Nur inner-anglikanische Entwicklungen fördern?
Die Spende der zur anglikanischen High Church gehörenden Bruderschaft, die sich der Förderung katholischer Elemente in der anglikanischen Kirche verschrieben hat, war bei einigen ihrer Mitglieder auf Kritik gestoßen. Man wolle nur Entwicklungen innerhalb der anglikanischen Kirche fördern, monieren die Kritiker, nicht aber – wie im Fall des Ordinariats – externe. Daraufhin wurde Mitte des vergangenen Jahres die „Charity Commission“ aufgefordert, die Rechtmäßigkeit der Spende zu prüfen. Ein Abschluss der Untersuchung könnte sich noch Monate hinziehen, zitiert die Website des Ordianriats eine Mitarbeiterin der Kommission. Dabei werde gerade dieses Geld dringend benötigt, um die Existenz des Ordinariats zu sichern und etwa Gehälter und Pensionen übergetretener Geistlicher zu bezahlen, heißt es aus dem Ordinariat.
Bisher rund 900 Eintritte in England und Wales
Der Vatikan hatte im November 2009 mit dem Papsterlass „Anglicanorum coetibus“ eigene Kirchenstrukturen für übertrittswillige Anglikaner ermöglicht. Sie erlauben den Konvertiten die Beibehaltung anglikanischer Traditionen bei gleichzeitiger Gemeinschaft mit dem Papst. Mitte Jänner 2011 wurde in Großbritannien das erste Personalordinariat „Our Lady of Walsingham“ errichtet. Seither haben rund 900 Gläubige in England und Wales den Eintritt in das Ordinariat erklärt. Den ersten Jahrestag des Bestehens Ihres Ordinariats feiern die übergetretenen Anglikaner unter anderem mit einer Rom-Pilgerreise. Gemeinsam mit Ordinariats-Leiter Newton wollen sie am 22. Februar an der päpstlichen Generalaudienz teilnehmen.
(KAP)
14. 01. 2011
Drei ehemalige Anglikaner werden katholische Priester
Drei ehemalige anglikanische Bischöfe werden am Samstag, dem 15. Jänner, in der Kathedrale von Westminster in London zu katholischen Priestern geweiht. Die Weihe wird der katholische Primas von England und Wales, Erzbischof Vincent Nichols, vornehmen. Die Zeremonie stellt den ersten Schritt hin zur Errichtung einer eigenen, neuartigen kirchlichen Struktur – eines Personalordinariates – für Ex-Anglikaner dar.
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18. 07. 2011
Ordinariat der katholischen Ex-Anglikaner sucht Großsponsoren
Die zum Katholizismus übergetretenen Anglikaner der Kirche von England haben über die britische Tageszeitung „The Times“ öffentlich um finanzielle Unterstützung gebeten.
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