Caritas ruft zur Hilfe für Kälteopfer in Osteuropa auf
Einige osteuropäische Länder hat die Kälte noch schlimmer im Griff als Österreich. In Weißrussland etwa sei die Situation für die notleidende Bevölkerung dramatisch, berichtete die österreichische Caritas-Mitarbeiterin Sigried Spindlbeck am Mittwoch aus der Hauptstadt Minsk. Insgesamt seien in Weißrussland bisher mehr als 60 Menschen erfroren.
Unter der Kälte litten besonders Obdachlose, ältere Alleinstehende und Familien mit vielen Kindern, die ohnehin vielfach in bitterer Armut leben müssten."Obdachlose Menschen schaffen es zum Teil gar nicht in die Armenküchen der Caritas, weil sie keine Schuhe haben und deshalb nicht kommen können", so Spindlbeck in einer Aussendung. Mitarbeiter der weißrussischen Caritas machten sich deshalb auf die Suche nach Obdachlosen und versorgten sie mit Kleidung und warmen Decken. Freiwillige Helfer brächten Lebensmittel und Brennholz zu alten Menschen in die Dörfer.
Caritas bittet um Spenden
Mehr als 2.000 Familien in den ärmsten Regionen des Landes versorgt die weißrussische Caritas derzeit mit Brennholz, Lebensmittelpaketen, Medikamenten und Winterkleidung sowie mit Essen. In den Armenküchen werden laut der Hilfsorganisation rund 8.000 Mahlzeiten im Monat ausgegeben - benötigt würden allerdings noch mehr. Die Caritas bittet dafür um Spenden im Rahmen ihrer aktuellen Februarsammlung für Menschen in Not in den ärmsten Ländern Europas.
Kältewelle trifft Osteuropa am härtesten
Die Kältewelle hat in Europa bereits 470 Menschenleben gefordert. Am schlimmsten ist Osteuropa betroffen: Allein in der Ukraine wurden bis Dienstag 136 Tote registriert, in Polen starben bisher 68 Menschen, in Russland 64. In Weißrussland wurde die Zahl der Opfer von der Caritas mit 60 angegeben. In Rumänien stieg die Zahl der Todesopfer auf 38. Aus Litauen wurden 23, aus Tschechien 24 und aus Lettland zehn Kältetote gemeldet. Mindestens 16 Menschen starben bisher durch die Kälte in Bulgarien, in Ungarn waren es 13. Auf dem Balkan wurden insgesamt 20 Tote gezählt. Tote gab es auch in Österreich, Italien und Deutschland.
Papst ruft zu Solidarität auf
Papst Benedikt XVI. rief zu Solidarität mit den von der Kältewelle betroffenen Menschen auf. Bei seiner Generalaudienz am Mittwoch im Vatikan bekundete er laut Kathpress seine Verbundenheit mit jenen Menschen und Völkern, die besonders betroffen und geschädigt seien. Insbesondere forderte er zum Gebet für die Toten und für ihre Familienangehörigen auf.
(APA/KAP)
01.02.2012
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Die frostigen Temperaturen sorgen für großen Andrang auf die Wiener Notschlafstellen. Die existierenden Quartiere wie die Wiener „Gruft“ erreichen die Grenzen ihrer Kapazitäten. Bis Ende der Woche will die Caritas eine weitere Unterkunft einrichten.
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