News 10. 02. 2012

20. Welttag der Kranken: „Die Hoffnung nicht verlieren“

Am 11. Februar wird in der Katholischen Kirche der „Welttag der Kranken“ gefeiert. Zum 20. Mal soll an diesem Tag die Situation von Kranken stärker ins öffentliche Bewusstsein gerufen werden. Heuer steht der Tag unter dem Titel "Steh auf und geh! Dein Glaube hat dir geholfen".

Papst Benedikt XVI. erklärte in seiner Botschaft zum Welttag der Kranken, dass Christen „durch die großherzige und liebevolle Annahme jedes menschlichen Lebens, besonders dann, wenn es schwach und krank ist“ einen „wichtigen Aspekt“ ihres „Zeugnisses“ zum Ausdruck bringen. In einem an alle Kranken gerichteten Schreiben forderte der Papst die Betroffenen auf, „die Hoffnung nicht zu verlieren“.

Fischer würdigt Krankenhausseelsorger

Bundespräsident Heinz Fischer würdigte in einer Aussendung anlässlich des 20. Welttages der Kranken die Arbeit der österreichischen Krankenhausseelsorger, die mit ihrem Engagement „das unersetzliche Gefühl von Sicherheit und Zuverlässigkeit“ vermitteln würden. Allein in Krankenhäusern und Pflegeheimen in Wien und Niederösterreich arbeiten 80 hauptamtliche und 130 ehrenamtliche, ausgebildete katholische Seelsorger.

Hilfe für Kranke und Pflegende

Krankenhausseelsorge begegnet im Krankenhaus verschiedenen Nöten, so Anna Seyfried, Koordinatorin der Krankenhausseelsorge der Katholischen Kirche in Oberösterreich: „die der PatientInnen und die vieler Pflegenden und Ärztinnen“. Dabei würden sich viele Fragen stellen: „Können wir anerkennen, dass manches Kranksein eine unverschuldete Lebenswirklichkeit ist und nicht Ergebnis irgendeines persönlichen Versagens? Wie sehr unterstützen Rahmenbedingungen des Gesundheitspersonals ihre Bemühungen um den kranken Menschen?“

Gesundheitsbegriff überdenken

Der 20. Welttag der Kranken solle einladen, den gesellschaftlichen Blick auf Kranksein zu überprüfen, sagte Seyfried. Von den Erfahrungen kranker Menschen und jener, die sich um sie kümmern, könne man lernen, meint die Koordinatorin. Der "Welttag der Kranken" wurde 1993 anlässlich des Gedenkens an alle von Krankheiten heimgesuchten und gezeichneten Menschen von Papst Johannes Paul II. eingeführt. Er wird jährlich am 11. Februar, dem Fest der Gottesmutter von Lourdes, begangen.

(religion.ORF.at)
 

 

 

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