Gott erwählt sich ein Volk
Die Geschichte des Judentums
reicht rund viertausend Jahre zurück. Gott erwählt sich ein Volk,
schließt seinen Bund mit ihm und verheißt ihm das "Gelobte
Land".
Es ist eine Geschichte des Glaubens, des
Exodus, der Wüstenwanderung, der Landnahme, der Staatsgründung,
des Exils, der Zerstörung seines Tempels, der Zerstreuung, der
Verfolgungen, der Sehnsucht nach Zion (Jerusalem)
- bis heute.
Glaube an den einen und
einzigen Gott
Jude ist, wer eine jüdische
Mutter hat oder nach dem jüdischen Religionsgesetz zum Judentum
übergetreten ist, und wer an den Gott Israels - den einen und
einzigen -glaubt. Er übergab auf Sinai durch Mose dem Volk seine
Wegweisung, die Tora. Geschichtliche Geschehnisse bilden Israels
Glaubensbekenntnis, die sich im religiösen Leben der Juden, in
Gebet und Festfeier, wiederspiegeln.
Zahlenmäßig kleinste Weltreligion
Das Judentum ist die zahlenmäßig kleinste
der Weltreligionen. Heute gibt es weltweit etwa 18 Millionen Juden,
davon rund fünf Millionen im Staat Israel. Die meisten Juden leben,
wie sie sagen, in der Diaspora (Zerstreuung, Fremde). Den
Schwerpunkt hat das Judentum in den USA mit mehr als sieben
Millionen Juden. Weitere Zentren gibt es in Südamerika und
Russland. Die Zahl der Juden in den europäischen Ländern ist
klein. Das ist eine Folge des nationalsozialistischen Völkermordes.
In Österreich leben rund 12.000 Juden.
|