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OrientierungSonntag 25. 02. 2007, 12.30 Uhr, ORF2
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Fastenzeit: Kunst denkt vor! - Schwarzer „Kreuzraum“ im Innsbrucker DomIn neuem Gewand präsentiert sich – während der Fastenzeit – der Innsbrucker Dom zu St. Jakob: Der Tiroler Künstler Hans Dragosits wurde vom Arbeitskreis „Kunstraum Kirche“ und der Innsbrucker Dompfarre eingeladen, dem barocken Kirchenraum eine zeitgenössische Position entgegenzusetzen. Für einen begehbaren schwarzen Kubus, den er an einen der zentralen Kreuzungspunkte des Doms gefügt hat, hat sich der Künstler entschieden. Wer den Kubus betritt, findet sich in einem Kreuz wieder, das vom Betrachter „durchgangen“ werden kann. Das Motto, das der Künstler seinem Werk – quasi als „Beipacktext“ – mitgegeben hat: „zu schweigen, zu warten, im licht der dunkelheit schritt vor schritt zu setzen.“ Bericht: Barbara Krenn, Länge: 5 Minuten
Geschwisterliche Seelsorge: Bulgarischer Mönch betreut Georgien-FlüchtlingeEinen gemeinsamen „Sonntag der Orthodoxie“ feiern die orthodoxen Kirchen in Wien am 25. Februar: mit einer panorthodoxen Vesper in der neu erbauten rumänisch-orthodoxen Andreas-Kirche in Wien-Simmering. „Orthodoxe Geschwisterlichkeit“ ist es auch, die das seelsorgerische Leben des bulgarisch-orthodoxen Mönchspriesters Ioan in Wien bestimmt: Er hat sich schon vor vielen Jahren – als Flüchtlingsbetreuer – georgischer Flüchtlinge angenommen. Und weil Angehörige der georgisch-orthodoxen Apostelkirche (75 Prozent der georgischen Bevölkerung werden dieser Gemeinschaft zugerechnet) keinen eigenen Priester in Wien haben, feiert der bulgarische Priester in einer bulgarisch-orthodoxen Kapelle – in russischer Sprache – Gottesdienste für georgische Gläubige. Bericht: Nadja Tschistjakowa, Länge: 8 Minuten
Australien: „Jesus liebt Osama“ - ein anglikanischer Bischof provoziertDurchaus bewegte Tage hat die anglikanische Weltkirche – sie hat weltweit rund 80 Millionen Mitglieder – hinter sich: Bei einer sechstägigen Versammlung in Tansania beschloss die Anglikanische Gemeinschaft, die Einsetzung von weiteren homosexuellen Bischöfen und die Segnung von homosexuellen Paaren zu verbieten. Genau das erlaubt die US-amerikanische Episkopalkirche, die der Anglikanischen Gemeinschaft zugerechnet wird. Sie hat nun bis Herbst dieses Jahres Zeit, ihre Haltung „zu überdenken“. Auch ein Ausschluss aus der Gemeinschaft wird für möglich gehalten. Für Schlagzeilen der anderen Art sorgte indes der neue anglikanische Erzbischof von Melbourne, Philip Freier: zuerst mit einem Gottesdienst für David Hicks, einen Australier, der als mutmaßlicher Al-Kaida-Terrorist in Guantanamo festgehalten wird, dann mit „Jesus-liebt-Osama“-Schildern vor mehreren anglikanischen Kirchengebäuden. Jetzt wird in Australien heftig darüber diskutiert, ob sich Kirchenvertreter in tagespolitisch hochbrisante Themen einmischen sollen. Bericht: Alexander Lorenz, Länge: 6 Minuten
Advokat Gottes? – Gedanken über das Böse in Bibel und KircheNicht immer wurde der Satan mit dem Teufel gleichgesetzt: In der hebräischen Bibel, dem ersten Testament der Christen, wird der Satan als hoher himmlischer Angestellter, der als „Staatsanwalt“ in Gottes Diensten steht, präsentiert. Erst mit der populärsten der neutestamentlichen Schriften – mit der Johannes-Apokalypse – gewinnen die Bilder von Himmel und Hölle, Gott und Teufel zunehmend Macht über das menschliche Bewusstsein. Seither scheint den Vorstellungen vom Antlitz des Bösen keine Grenze gesetzt – wie auch den Methoden, um „das Böse“ aus der Welt zu verbannen. Innerhalb der katholischen Kirche ist es wohl die „Heilige, Römische und Universale Inquisition“, die gemeinhin als „Chiffre des Bösen“ angesehen wird. Dass dabei jedoch viele Vorurteile enttarnt werden müssen, darauf weist der Kirchenhistoriker und Leibniz-Preisträger Hubert Wolf hin. Er leitet eine Historikergruppe in Rom, die seit der Öffnung der vatikanischen Archive der Inquisition 1998, die geheimnisumwitterten Unterlagen systematisch erforscht. Wie die Bibel mit dem Phänomen des Bösen umgeht, das erläutert im ORIENTIERUNG-Beitrag der Sekretär der Päpstlichen Bibelkommission, Pater Klemens Stock.
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