Die Blutspur zu den Menschenrechten

Themen: Sklavenhandel an Jesuiten-Uni; Dschihad-Forscher über die Faszination des Hasses; Susanne Heine über Menschenrechte

Sklavenhandel an Jesuiten-Uni: Wie Georgetown seine Schuld aufarbeitet

Die Vergangenheit aufarbeiten, diesem Thema hat sich eine der ältesten und angesehensten Universitäten der USA verschrieben: die 1789 gegründete Jesuitenuniversität Georgetown in Washington.

Die Vergangenheit ist in diesem Fall besonders düster: Nicht nur haben die Jesuitenpriester Sklaven für sich arbeiten lassen, sie haben fast 300 Sklaven verkauft, um Schulden der Universität zu bezahlen. Das Schweigen darüber ist gebrochen. Gegenüber den Nachfahren dieser Sklaven wird zumindest eine Geste gesetzt. - Gestaltung: Hannelore Veit

Faszinierender Hass - Dschihad-Forscher Jürgen Manemann im Interview

Warum ziehen junge Europäer und - wie aktuelle Studien zeigen - gar nicht wenige Europäerinnen in den Krieg, in den Dschihad? Diese Frage beschäftigt den deutschen Dschihad-Forscher, Philosophen und katholischen Theologen Jürgen Manemann.

Buchhinweis:
Jürgen Manemann, „Der Dschihad und der Nihilismus des Westens“, Schriftenreihe der Bundeszentrale für Politische Bildung

Auch in seiner jüngsten Publikation „Der Dschihad und der Nihilismus des Westens“ versucht der Direktor des Forschungsinstituts für Philosophie Hannover den Ursachen für die Attraktivität des sogenannten „heiligen Krieges“ auf den Grund zu gehen. Und diese Attraktivität scheint - noch - ungebrochen zu wirken: Laut aktuellen Angaben aus dem Innenministerium haben sich bis Ende 2016 290 Personen aus Österreich auf den Weg in den Dschihad nach Syrien oder in den Irak gemacht. 40 sind zu Tode gekommen, 90 sind bereits wieder nach Österreich zurückgehrt. - Gestaltung: Kerstin Tretina

Die Blutspur zu den Menschenrechten – oder: Muss immer erst etwas Schreckliches passieren?

Es erscheint wie eine anthropologische Konstante: Wann immer Gesellschaften einen Schritt in Richtung hin zu mehr Gerechtigkeit, Demokratie und Menschenrechten machten, gingen dem entsetzliche Erfahrungen von Krieg, Gewalt und Zerstörung voraus. Wird der Mensch wirklich nur aus Schaden klug? Ein Kommentar der evangelischen Theologin und Religionspsychologin Susanne Heine.

Moderation: Martin Gross

Motive 15.1.2017 zum Nachhören:

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