Die Töchter Zelofahds

Das Leben der Frauen auf den Philippinen steht dieses Jahr im Mittelpunkt des „Weltgebetstages der Frauen“, der morgen begangen wird. Mit ihren Problemen und mit einer dazu passenden Erzählung aus dem sogenannten „Alten Testament“ befasst sich heute die altkatholische Diakonin Eva Repits.

Morgengedanken 2.3.2017 zum Nachhören:

Viele philippinische Frauen sind als schlecht bezahlte Haushaltskräfte tätig und immer noch der Willkür ihrer Arbeitgeber ausgesetzt, obwohl es seit 2012 ein entsprechendes Gesetz für ihren Schutz gibt. Anwälte helfen den Frauen, ihr Recht einzufordern.

Eva Repits
ist altkatholische Diakonin und Vorstandsmitglied des Weltgebetstages der Frauen

Recht einfordern

Eine biblische Erzählung aus dem Ersten Testament ermutigt die Frauen, sich gegen Ungerechtigkeit zur Wehr zu setzen. Es sind die verwaisten Töchter Zelofahds, die unerhört Mutiges tun: Sie, als Frauen, fordern ihren gerechten Erbanteil am Land. Er wird ihnen – nachdem Mose von Gott dazu aufgefordert wird - vor der ganzen versammelten Gemeinde zugesprochen. Damit nicht genug - als es später zur Landverteilung kommt, stehen sie wieder vor Mose und erinnern an das zugesprochene Recht.

So agieren auch die Frauen auf den Philippinen vom Weltgebetstag dieses Jahres. Sie haben verstanden, dass Recht eingefordert werden kann, ja eingefordert werden muss, damit Missstände behoben werden. Damit es für alle Gerechtigkeit gibt. Und das gilt nicht nur für die philippinischen Frauen.

Link:

Weltgebetstag der Frauen