Solidarität und göttliche Gerechtigkeit

Heute wird – wie an jedem ersten Freitag im März – der „Weltgebetstag der Frauen“ gefeiert. „Informiert beten – betend handeln“, nach diesem Grundsatz ist er gleichzeitig eine entwicklungspolitische Initiative.

Morgengedanken 3.3.2017 zum Nachhören:

Heute Abend werden sie in den ökumenischen Gottesdiensten zum Weltgebetstag etwas über Gerechtigkeit hören, Gerechtigkeit, wie sie philippinische Frauen leben. Sie praktizieren Dagywai: Alle Menschen eines Dorfes arbeiten zusammen, um z.B. Reis anzubauen, jeder und jede hilft auf ihre/seine Art und Weise, die eine mehr, der andere weniger. Alle Felder werden von allen bestellt. Letztendlich ist die Arbeit geschafft. Nach der Ernte erhält jede Familie den Anteil, den sie zum Überleben braucht - unabhängig von ihrem Arbeitseinsatz.

Eva Repits
ist altkatholische Diakonin und Vorstandsmitglied des Weltgebetstages der Frauen

So machen philippinische Frauen sichtbar, was unter Gottes Gerechtigkeit gemeint ist. Im Gegensatz zu unserer Gesellschaft, in der gilt: Entlohnung gemäß geleisteter Arbeit. Viele bleiben dabei auf der Strecke, obwohl sie arbeiten wollen, weil sie zu alt oder zu qualifiziert sind.

Aber sozialen Frieden werden wir nur durch Solidarität und Gerechtigkeit erreichen.

Link:

Weltgebetstag der Frauen