Betonung und Aufmerksamkeit

Durch das Fasten und Verzichten findet man zurück zu den wesentlichen, einfachen Dingen – das ist das Ziel, das sich viele Menschen jetzt in der Zeit vor Ostern gestellt haben.

Morgengedanken 7.3.2017 zum Nachhören:

„Einfach Mensch sein“ lautet eine der Devisen für die Fastenzeit. Es ist ein Satz, den man zweimal lesen kann: Einmal mit der Betonung auf „einfach“. Dann liegt die Aufmerksamkeit auf dem, was uns hilft, das Leben frei zu machen, wo wir es selber kompliziert macht. Oder mit der Betonung auf „Mensch sein“.

Michael Max
ist Rektor des Bildungshauses St. Virgil in Salzburg

Der Tod hat nicht das letzte Wort

Dann geht es darum herauszufinden, wo wir uns selber im Weg stehen, weil wir alles Mögliche sein möchten, nur nicht bei uns selbst zu Hause. Aber woher nehmen wir eigentlich die Zuversicht, dass es reicht, einfach Mensch zu sein? Menschsein bleibt schließlich auch von der Erfahrung seiner Grenzen geprägt. Und setzt am Ende nicht doch der Tod den letzten Maßstab? Warum sich also einschränken?

Im Christentum führt die Fastenzeit auf das Osterfest hin. In der Geschichte, die Gott in Jesus aus Nazareth mit uns schreibt, hat der Tod nicht das letzte Wort. Was Mensch sein lässt, ist stärker! Nutzen Sie doch heute eine der 40 Möglichkeiten dieser Fastenzeit, um herauszufinden, was Sie einfach Mensch sein lässt.