Zuversicht ist größer als Schmerz

Eine Ehekrise, eine Trennung, ein Bandscheibenvorfall: Schmerz tritt im menschlichen Leben in ganz unterschiedlichen Formen auf – und ganz vermeiden lässt er sich nicht.

Morgengedanken 15.3.2017 zum Nachhören:

„Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen.“ Als ich vor zwei Jahren einen Bandscheibenvorfall hatte und im Spital aufgenommen werden musste, hat mein Bettnachbar mit mir den Psalm 23 gebetet. Ich war sehr überrascht und erstaunt, aber gleichzeitig sehr beruhigt und geborgen.

Hannes Ziselsberger
ist Direktor der Caritas der Diözese St. Pölten

Zuversicht für den Tag

Damals war noch keine Idee davon, dass ich zwei Jahre später zum Direktor der Caritas berufen werde. Aber ich habe mir diesen Psalm in mein Leben mitgenommen. „Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir“. Auch in Leitungsfunktionen ist es sehr tröstlich, dass wir auch dann nicht allein sind, wenn wir uns besonders klein und verletzlich fühlen. Schmerz trifft unser Leben in unterschiedlichster Form. Körperlich, aber auch in der Seele und in der Psyche. Quälende Ungewissheit wird zu einem Teil des Lebens. Was Menschen durchmachen und erleiden prägt sich ein in ihre Seele.

Gott trägt diese Schmerzen für uns mit, er ist am Kreuz für uns gestorben. Ostern kommt nun bald und damit können wir die Gewissheit haben, dass „Zuversicht ist größer als Schmerz“. Ich wünsche Ihnen heute in allen schmerzhaften Situationen ausreichend Zuversicht für den Tag.

Link:

Caritas St. Pölten: Exodus - Meditation in sieben Bildern