„Von der Heiligen zur Hure – von der Prostituierten zur Apostelin“

Die Degradierung und Rehabilitierung der Maria Magdalena: Als erste Zeugin der Auferstehung gilt sie bis heute in der christlichen Überlieferung als „Apostelin“ der Apostel – und dennoch wurde sie im Laufe der Kirchengeschichte zum Inbegriff der Sünderin, ja sogar zur Prostituierten degradiert: Maria Magdalena (oder auch als „Maria von Magdala“ bekannt).

Die wissenschaftliche Forschung (nicht nur die feministische) hat dieses Bild schon lange revidiert – und vor kurzem wurde das auch offiziell zur Kenntnis genommen: Papst Franziskus hat ihren Gedenktag, den 22. Juli, zum „Fest“ aufgewertet. Damit ist sie liturgisch wieder den Heiligen der römisch-katholischen Kirche gleichgestellt.

Logos
Samstag, 22.4.2017, 19.05 Uhr, Ö1

Kaum eine biblische Persönlichkeit ist derart geheimnisumwittert wie Maria Magdalena - besonders aufgrund außerbiblischer Quellen, sogenannter „apokrypher“ Schriften. In der populär- oder pseudowissenschaftlichen Literatur ist sie als potentielle Ehefrau Jesu besonders beliebt – und als Mutter seiner Kinder. Auch als Namensgeberin für diverse Schlager taucht sie immer wieder auf. LOGOS begibt sich auf die Spurensuche nach einer verkannten Frau.

Gestaltung: Markus Veinfurter

Logos 22.4.2017 zum Nachhören:

Link:

Online-Publikation: Maria von Magdala - erste Apostolin?