Lebensgier und Auferstehung

40 Tage dauert die Vorbereitung auf das Osterfest, die Fastenzeit – doch gefeiert wird dann 50 Tage lang, bis Pfingsten. Vielleicht eine Gelegenheit darüber nachzudenken, wie sich das Leben verändern könnte – wenn man an eine Auferstehung glaubt.

Morgengedanken 21.4.2017 zum Nachhören:

Hast Du schon einmal über das Wort „Auferstehung“ nachgedacht? In dem Wort steckt mehr als man zunächst vermutet. Eine Jahrtausend lange Geschichte. So beginnen Jugendliche ein Gespräch zum Thema „Ostern“.

Christian Öhler
ist römisch-katholischer Pfarrer von Bad Ischl und Geistlicher Assistent der Katholischen Aktion Oberösterreich

Dazu, wie Ostern ein Leben verändern kann, fällt ihnen auch jede Menge ein: Du fürchtest dich nicht so vor dem Tod. Du gehörst einer Gruppe an, die eine Hoffnung über den Tod hinaus verbindet. Damit sind Pflichten verbunden und Feste, die dem gemeinsamen Leben den Rhythmus vorgeben. Du lebst nachdenklicher. Wenn jemand der Überzeugung ist, dass sein Leben hier einmal alles gewesen sein wird, dann muss er alles hineinstopfen, was nur irgendwie geht. Diese Lebensgier schafft viele Probleme. Und was diese jungen Leute über Jesus sagen ist zwar dogmatisch nicht korrekt, aber trotzdem bemerkenswert:

Jesus sei auferweckt worden durch den Glauben seiner Jüngerinnen und Jünger. Sie haben in seinem Sinn weitergeführt, was er nicht mehr zu Ende bringen konnte. Ein Vulkanausbruch hinterlässt ja auch zunächst eine zerstörte Landschaft. Doch in der Folge macht die Lava den Boden fruchtbar und bringt reiche Ernten.