50 Jahre „Populorum Progressio“

Themen: Jobmeile der Caritas; Enzyklika „Über die Entwicklung der Völker“; Internationaler Tag der Handhygiene; Feuerwehr für Albanien

Jobmeile der Caritas in Wien

Nach mehr als fünf Jahren steigender Arbeitslosigkeit verzeichnete das Arbeitsmarktservice (AMS) nun erstmals einen deutlichen Rückgang der Zahl der Jobsuchenden. Ende April waren einschließlich der Schulungsteilnehmer 413.683 Menschen ohne Arbeit, das sind um 2,6 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Praxis
Mittwoch, 3.5.2017, 16.05 Uhr, Ö1

Doch nach wie vor stellt Langzeitarbeitslosigkeit hierzulande das größte Armutsrisiko dar, warnt etwa die Caritas. In den Hallen des Caritaslagers am Wiener Mittersteig konnten sich Arbeitsuchende über verschiedene Möglichkeiten, Job- und Fortbildungsangebote informieren. Roberto Talotta war bei der Pressekonferenz und spazierte anschließend durch die Hallen, wo rund 30 Aussteller sehr unterschiedliche Angebote für Menschen hatten, die Arbeit suchen. - Gestaltung: Roberto Talotta

Baujahr 67 – 50 Jahre Ö1: 50 Jahre Enzyklika „Populorum Progressio“ - Eine Kirche im Dienst der Menschen

„Marxismus aus Rom“ hat eine Schweizer Wochenzeitung damals getitelt und auch die New York Times hat die Enzyklika wörtlich als „fast marxistisches Dokument“ bezeichnet: Das päpstliche Schreiben „Populorum Progressio“ - „Über die Entwicklung der Völker“ wird in diesem Jahr 50 Jahre alt, ist also Baujahr 67.

„Populorum Progressio“ war die erste Sozialenzyklika, die sich ganz der internationalen Entwicklung zuwendet und weltwirtschaftliche Gerechtigkeit als Voraussetzung und Grundlage von Frieden benennt. Heinz Hödl, Leiter der Koordinierungsstelle der Österreichischen katholischen Bischofskonferenz für Entwicklung und Mission und der Missionstheologe Pater Franz Helm, der u.a. mehrere Jahre in Brasilien tätig war, werfen einen Blick zurück auf die Enzyklika, die eine Trendwende im Sinn des Zweiten Vatikanischen Konzils darstellt im katholischen Verständnis von Mission und einen Blick auf die Gegenwart der katholischen Entwicklungshilfe. - Gestaltung: Alexandra Mantler

Keimfrei und halal - Zum „Internationalen Tag der Handhygiene“

In vielen Religionen, im Islam etwa, ist nicht nur das Trinken, sondern jeglicher Kontakt mit Alkohol zu vermeiden. Das kann ein Problem sein, wenn es etwa um Handhygiene und Desinfektion gegen Krankenhauskeime geht. 500.000 Menschen infizieren sich täglich mit Krankenhauskeimen. 16 Millionen sterben jedes Jahr weltweit daran.

Richtige Handhygiene und Desinfektion könnte die Zahlen um 50 Prozent senken, sagt die WHO, die Weltgesundheitsorganisation. Die WHO hat unter der Leitung des Schweizer Arztes Didier Pittet eine Kampagne gestartet, die heute in 180 der 194 Mitgliedsstaaten der WHO implementiert ist: „Clean Care is Safer Care“ erreicht damit mittlerweile theoretisch mehr als 95 Prozent aller Menschen weltweit. Am 5. Mai ist der von der WHO initiierte „Internationale Tag der Handhygiene“. Das Datum 5.5. symbolisiert dabei die fünf Finger jeder Hand. Doch um Menschenleben zu retten war und ist weltweit eine Änderung von Gewohnheiten nötig. Auch religiöse Traditionen standen einer positiven Umsetzung im Weg, doch es lassen sich Lösungen finden. - Gestaltung: Maria Harmer

Ein Feuerwehrauto in Albanien

In den Bergen Nordalbaniens, an der Straße Richtung Kosovo, sind seit 15 Jahren deutsche Franziskanerinnen engagiert im Einsatz: geben Nähkurse, leiten eine medizinische Versorgungsstation und die Feuerwache. Als vor einigen Jahren Waldbrände wüteten, waren sie mit ihren Helfern und ihrem Feuerwehrauto, das von Kirchberg am Wechsel gespendet wurde, wochenlang im Einsatz. - Gestaltung: Roberto Talotta

Moderation: Alexandra Mantler

Praxis 3.5.2017 zum Nachhören:

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