„Früh-christlich und post-kommunistisch“

Die armenisch-apostolische Kirche in ihrem Mutterland: Die armenische Kirche gilt zu Recht als eine der ältesten Kirchen der Christenheit.

Schon im ersten Jahrhundert sollen die Apostel Thaddäus und Bartholomäus das Christentum in das damalige armenische Siedlungsgebiet gebracht haben – daher bezeichnet sich die armenische Kirche bis heute stolz als „apostolisch“. Anfang des 4. Jahrhunderts wurde das Christentum zur Staatsreligion - zum ersten Mal in seiner Geschichte.

Armenien Geghard-Kloster. Früherer Aufbewahrungsort der Heiligen Lanze

Kooperationsredaktion der Kirchenzeitungen/Heinz Niederleitner

Das armenische Geghard-Kloster war früher Aufbewahrungsort der Heiligen Lanze.

Praxis
Mittwoch, 31.5.2017, 16.05 Uhr, Ö1

Im modernen Staat Armenien – eine kleine Republik, hervorgegangen aus den Wirren nach dem Völkermord 1915 und dem Ersten Weltkrieg – hat die Kirche mehr als 70 Jahre unter sowjet-kommunistischer Herrschaft überstanden. Erst seit der Erlangung der Unabhängigkeit 1991 kann sie sich wieder frei entfalten.

Armenien Österreichisches Kinderspital Gyumri

Kathpress/Georg Pulling

Österreichisches Kinderspital in Gyumri

Zudem lebt die große Mehrheit der weltweit etwa zehn bis zwölf Millionen Armenierinnen und Armenier außerhalb Armeniens – verstreut in aller Welt. Die armenisch-apostolische Kirche ist daher, im wahrsten Sinn des Wortes, eine „Weltkirche“ – mit allen Problemen, die diese Diaspora-Situation mit sich bringt. Eine Reportage aus Armenien – und darüber hinaus – von Markus Veinfurter.

Praxis 31.5.2017 zum Nachhören: