Zölibatäres Leben in den Religionen

Themen: Sex in den Weltreligionen; Schulbuch über Abraham/Ibrahim; Fastenbrechen in Ottakring; Bibelessay von Karl Schauer

Baujahr ‘67: No Sex – Zölibatäres Leben in den Religionen

Am 24.6.1967, also fast genau vor 50 Jahren, veröffentlichte Papst Paul VI. seine sechste Enzyklika. Ihr Untertitel lautet: Über den Zölibat der Priester. Darin unterstreicht er die Wichtigkeit des Zölibats und wendet sich gegen die damals aufkommende Kritik daran. Immer wieder entbrennt seither die Diskussion um den verpflichtenden Zölibat für Priester in der römisch- katholischen Kirche. Die einen sehen in seiner Abschaffung die Lösung vieler Probleme. Ohne verpflichtenden Zölibat würde es in Europa nicht an Priestern mangeln, wird argumentiert.

Erfüllte Zeit
Sonntag, 18.6.2017, 7.05 Uhr, Ö1

Andere fürchten hingegen, es könnte zu einer Kirchenspaltung kommen, wenn er abgeschafft würde. Dabei sind katholische Priester nicht die einzigen, die enthaltsam und ehelos leben. In vielen Religionen widmen Männer und Frauen ihr Leben ganz der Spiritualität und verzichten dabei auf sexuelle Erfüllung. Andere hingegen lehnen ein enthaltsames Leben aus religiösen Gründen ab. Und selbst unter katholischen Priestern gibt es verheiratete und ehelos lebende. Lena Hallwirth unternimmt einen Streifzug durch die Weltreligionen und fragt, wer aus welchen Gründen auf Sex verzichtet. Ein Beitrag zum Jubiläum 50 Jahre Ö1: „Baujahr ‘67“.

Abraham/Ibrahim – Schulbuch über gemeinsamen Stammvater

Abraham, beziehungsweise Ibrahim ist eine wichtige Gestalt sowohl im Tanach, der „jüdischen“ oder „hebräischen Bibel“, sowie im Ersten Testament der christlichen Bibel und im Koran. Er gilt als der „Stammvater“ von Juden, Christen und Muslimen.

Buchhinweis:
Christine Hubka und Ramazan Demir, „Abraham - Ibrahim. Interreligiöses Grundschulmaterial zum Stammvater von Juden, Christen und Muslimen“, Verlag Vandenhoeck & Ruprecht

Christine Hubka ist evangelische Pfarrerin im Ruhestand und war jahrelang in der Ausbildung und Fortbildung für Religionslehrerinnen und Religionslehrer tätig. Ramazan Demir, jüngst in den Schlagzeilen in Zusammenhang mit der muslimischen Deklaration gegen Extremismus, ist Imam und muslimischer Religionslehrer. Beide haben nun gemeinsam Grundschulmaterial über Abraham, bzw. Ibrahim publiziert. Christliche und muslimische Kinder könnten damit schon im Volksschulalter anhand dieser integrativen gemeinsamen Figur einen interreligiösen Dialog beginnen. – Gestaltung: Maria Harmer

Beim Essen kommen die Leut z´samm – Öffentliches Fastenbrechen in Wien Ottakring

Eine bosnische Moschee im 16. Wiener Gemeindebezirk nutzte den derzeitigen muslimischen Fastenmonat Ramadan für einen recht mutigen Schritt in die Öffentlichkeit: ein Fastenbrechen – ein sogenanntes Iftar – erstmals unter freiem Himmel, etwa so, wie ein Straßenfest. Eingeladen waren die Pfarren und Mitglieder des „Religionenforum Ottakring“ und alle Menschen der Umgebung, die daran teilnehmen wollten – unabhängig von ihrer Religion. Gekommen sind über tausend Menschen. Gestaltung: Lise Abid

Die Berufung der Apostel – Bibelessay zu Matthäus 9, 36 - 10, 8

Als Evangelientext steht in den römisch-katholischen Messen am 11. Sonntag im Jahreskreis die Erzählung von der sogenannten „Berufung der Apostel“ durch Jesus. Dazu hat sich ein Berufener Gedanken gemacht - ist der Benediktinerpater Karl Schauer doch in der Diözese Eisenstadt als Bischofsvikar für die Bereiche Berufungspastoral, Wallfahrtswesen und Tourismusseelsorge verantwortlich.

Bibelessay zu Matthäus 9, 36 - 10, 8

Moderation: Martin Gross

Erfüllte Zeit 18.6.2017 zum Nachhören: