1967: Ernüchterung oder Aufbruch?

Themen: 1967 aus Sicht eines kritischen Katholiken; Moderne Schamanen; Hunger im Norden Kenias; Bibelessay von Helga Kohler-Spiegel

Ernüchterung oder Aufbruch? Das Jahr 1967 aus der Sicht eines kritischen Katholiken

Vor 50 Jahren, im Jahr 1967, ist Ö1 gegründet worden. Anlässlich dieses Jubiläums bringt der Sender in seinem Programm immer wieder Rückblicke in das Jahr 1967.

Erfüllte Zeit
Sonntag, 9.7.2017, 7.05 Uhr, Ö1

Viele gläubige Katholikinnen und Katholiken werden es wohl mit gemischten Gefühlen erlebt haben. Als ein ambivalentes Jahr beschreibt es zumindest der Kultur-Publizist Hubert Gaisbauer. Damals war er ein junger Journalist und Mitbegründer von Österreich 1. Viele Jahre lang war er Leiter der Abteilung Gesellschaft, Jugend, Familie und später der Religionsabteilung im ORF Radio. Wolfgang Slapansky hat mit ihm gesprochen.

Schamanen der modernen Art – Das spirituelle Erbe der ausgehenden 1960er Jahre

Alles in Aufbruchstimmung, alles neu, alles anders: 1967 gilt oft auch als der Höhepunkt der Hippie- und der psychedelischen Bewegung. Die Jugend hat gegen die Wohlstandsideale der Mittelschicht und deren bürgerliche Tabus revoltiert und Alternativen gesucht. Das neue Motto: Flower-Power. Die Blumenkinder haben sich auch ihre eigenen Formen von alternativer Spiritualität gesucht, inspiriert von indigenen oder fernöstlichen Traditionen und abseits von etablierten, christlichen Kirchen. Aus diesem Geist sind unter anderem die New Age-Bewegung und der sogenannte Neo-Schamanismus hervorgegangen. Und diese westliche Spielart des Schamanismus erfreut sich in Europa und auch in Österreich immer größerer Beliebtheit. Kerstin Tretina hat einen Beitrag über die spirituellen Erben der psychedelischen Bewegung gestaltet.

Die Dürre, der Hunger, die Kinder – Die Caritas hilft im Norden Kenias

Der Direktor des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen, David Beasley, diagnostiziert in Sachen Hunger derzeit die „schlimmste globale Krise seit dem Zweiten Weltkrieg“. In Afrika seien 20 Millionen Menschen von der Hungersnot bedroht, davon 5,7 Millionen Kinder.

Allein in Kenia hungern zweieinhalb Millionen Menschen. Ein besonders von der aktuellen Dürrekatastrophe betroffenes Gebiet ist der Norden Kenias, wo vor allem nomadische Viehzüchter leben. Die katholische Hilfsorganisation Caritas leistet hier Nothilfe. Alexandra Mantler konnte sich an Ort und Stelle ein Bild machen.

„Mein Joch ist leicht…“ – Bibelessay zu Matthäus 11, 25 - 30

Im Evangelium, das am 9. Juli in den katholischen Kirchen gelesen wird, steht eine Einladung im Mittelpunkt - und sie scheint nur allzu gut die Befindlichkeit von Menschen in modernen Industrienationen zu treffen: Von denen, die sich plagen und schwere Lasten zu tragen haben, ist da die Rede - heute würde man vielleicht von gestressten und Burnout-Gefährdeten sprechen. Einen Bibelessay hat dazu die Vorarlberger Theologin und Psychotherapeutin Helga Kohler-Spiegel gestaltet.

Bibelessay zu Matthäus 11, 25 - 30

Moderation: Brigitte Krautgartner

Erfüllte Zeit 9.7.2017 zum Nachhören:

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