Die Natur als Klassenzimmer

„Nicht für die Schule lernen wir, sondern für das Leben“: Dieser alte Spruch hat in zeitlicher Nähe zum Schulbeginn besondere Aktualität. Was soll den Kindern gelehrt werden? Was ist wirklich wichtig – für das spätere Leben?

Morgengedanken 28.8.2017 zum Nachhören:

Johann Künzle, der berühmte Schweizer Kräuterpfarrer, wurde am 3. September vor 160 Jahren geboren. In seinem Werk „Chrut und Uchrut“ richtet er einen verwegenen Appell an die Lehrenden der Schulen: „Würden die Herren Reallehrer statt der vorgeschriebenen langweiligen und bald vergessenen Allgemeinheiten die HEILKRÄUTER zeigen und sammeln lassen, so würden sie große Wohltäter ganzer Gemeinden werden.“

Kräuterpfarrer Benedikt Felsinger
ist Chorherr im Prämonstrantenser-Stift Geras in Niederösterreich

Suche nach Heilung

Pfarrer Künzle hat durchaus Recht. Das bestätigt zudem der hl. Augustinus, der als erster Theologe den Begriff vom „Buch der Natur“ prägte. Wer darin liest, erfährt ebenso etwas von der allgegenwärtigen Sympathie des Schöpfers zu den Menschen als eben durch das Lesen der „Heiligen Schrift“.

Auf der Suche nach Heilung dürfen wir uns ruhig an die Heilkräuter wenden, die uns nicht nur wertvolle Inhaltsstoffe, sondern auch ihre Schönheit und ihren Duft zur Verfügung stellen. Und sie kommen oft ganz gut mit einem kargen Standort zurecht. Allein davon kann man sich schon fürs eigene Leben etwas ablesen.