Leib und Seele im Gleichgewicht

Um wirklich gesund zu sein, muss nicht nur der Körper, sondern vor allem auch die Seele im Gleichgewicht sein. Das wusste schon der legendäre Pfarrer Sebastian Kneipp – dessen Todestag sicher heuer am 17. Juni zum 160. Mal gejährt hat.

Morgengedanken 29.8.2017 zum Nachhören:

Wir sind als Menschen oft aufgespalten. Hier der Leib, dort der Geist, hier der Glaube, dort das Leben, hier meine Pflicht, dort meine Willkür, hier himmelhoch jauchzend, dort zu Tode betrübt und, und, und ... Um nicht ganz auseinanderzufallen, dröhnen sich manche derart zu, dass sie von beidem nichts mehr spüren. Und doch dürfen wir die Einheit in uns selbst anstreben.

Kräuterpfarrer Benedikt Felsinger
ist Chorherr im Prämonstrantenser-Stift Geras in Niederösterreich

Wahres Heil-Machen

Sebastian Kneipp hat seine Zeitgenossen dahingehend ermahnt, in jedem Falle vernünftig zu leben. Konkret heißt das für ihn, die erste Aufmerksamkeit seiner Seele schenken, damit diese nicht krank wird; zweitens soll man dafür sorgen, dass der Leib, soviel als möglich und notwendig ist, im besten Zustand erhalten werde. Aber die erste Aufmerksamkeit gilt der Seele. Und im Zuge seiner praktisch angewandten Wasserkuren stellte er einen bedeutenden Umstand fest: „Erst als ich daran ging, Ordnung in die Seelen meiner Patienten zu bringen, hatte ich vollen Erfolg.“

Wahres Heil-Machen bleibt niemals an der Oberfläche. Es dringt in die Tiefe des Herzens vor, dorthin, wo es möglich ist, mit Leib und Seele bei sich und in sich eins zu werden.