Heroes gegen Unterdrückung im Namen der Ehre

Themen: Projekt für unterdrückte Frauen; 70 Jahre Rosenkranz-Sühnekreuzzug

Helden mit Hintergrund: Heroes-Projekt gegen Unterdrückung im Namen der Ehre

Für sie ist es eine Frage der Ehre: Junge Männer mit arabischen, türkischen, bosnischen, serbischen oder etwa marokkanischen Wurzeln, die ihre Schwestern abends aus einem Lokal nach Hause holen, die kontrollieren, ob die Kleidung ihrer Klassenkolleginnen eh nicht haram - also islamisch unerlaubt - ist, die darauf bestehen, dass ihre künftige Ehefrau Jungfrau ist. In sogenannten Ehrenkulturen sind Vorstellungen wie diese oftmals auch religiös legitimiert.

Praxis
Mittwoch, 6.9.2017, 16.05 Uhr, Ö1

Für Mädchen und Frauen ist es besonders schwer, aus diesem diskriminierenden System auszusteigen. Hier setzt das Projekt „Heroes - gegen Unterdrückung im Namen der Ehre“ an, das in Salzburg und mittlerweile in der ersten Runde nun in Graz angelaufen ist. Junge Männer aus diesen Ehrenkulturen, die sich für Gleichberechtigung und Menschenrechte einsetzen wollen, werden zu Heroes, zu Helden gemacht. Am Ende des Trainings sollen sie selbst Workshops in Schulen und Jugendzentren halten, anderen Jugendlichen mit Migrationshintergrund coole, authentische Vorbilder sein - und damit die Lage der Frauen und Mädchen verbessern. - Gestaltung: Kerstin Tretina

Beten für den Staatsvertrag: 70 Jahre Rosenkranz-Sühnekreuzzug

Am kommenden Wochenende lädt der Rosenkranz-Sühnekreuzzug für den Frieden der Welt wieder zu seiner traditionsreichen Maria-Namen-Feier in den Wiener Stephansdom. Klingt fromm - ist aber in Wahrheit hochpolitisch. Der Rosenkranz-Sühnekreuzzug - kurz RSK - wurde vor 70 Jahren (im Jahr 1947) gegründet - mit dem Ziel, die Freiheit Österreichs von den vier Besatzungsmächten herbeizubeten. Bis zu 500.000 Mitglieder hatte der RSK in seinen besten Zeiten allein in Österreich - und an seinen Lichterprozessionen über den Wiener Ring nahmen damals auch die Bundeskanzler Leopold Figl und Julius Raab in vorderster Reihe teil.

Für diese Prozessionen wurde das Fest „Mariä Namen“ (das in der katholischen Kirche vier Tage nach „Mariä Geburt“ am 12. September begangen wird) gleichsam wiederbelebt - das zum Dank für die Rettung Wiens vor dem Osmanischen Heer im Jahr 1683 eingeführt worden war. Die Inspiration dazu kam von den Erscheinungen in Fatima - deren 100-Jahr-Jubiläum heuer gefeiert wird - und ihrer klaren Botschaft, für die „Bekehrung Russlands“ zu beten. Heute hat sich der Rosenkranz-Sühnekreuzzug neue Ziele gesteckt - und sieht in der Befreiung Aleppos einen seiner jüngeren Erfolge. - Gestaltung: Markus Veinfurter

Moderation: Alexandra Mantler

Praxis 6.9.2017 zum Nachhören:

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