Berufung des Johann Baptist Jordan

In Wien betreiben sie eine der größten Geburtskliniken der Stadt – das Krankenhaus St. Josef in Hütteldorf. Die Salvatorianerinnen und Salvatorianer sind eine weltweit tätige, römisch-katholische Ordensgemeinschaft. In knapp einem Jahr – am 8. September 2018 – jährt sich der Todestag ihres Gründers zum 100. Mal.

Morgengedanken 24.9.2017 zum Nachhören:

Wer hätte sich das träumen lassen. Damals: ein armer Bub aus Deutschland, aus dem Badischen. Nach dem Abschluss der Volksschule muss er zum Unterhalt der Familie beitragen. Rundherum in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts große Not.

Schwester Brigitte Thalhammer SDS
ist Provinzleiterin der römisch-katholischen Ordensgemeinschaft der Salvatorianerinnen

Jeder ist ein Berufener

Und heute – heute tragen zahlreiche Schulen, Einrichtungen für bedürftige Menschen oder andere Initiativen seinen Namen: P. Jordan. Es war Johann Baptist Jordan – so sein Taufname – wahrlich nicht in die Wiege gelegt, über seinen Geburtsort Gurtweil hinaus bekannt zu werden. Und doch rief er eine Gemeinschaft ins Leben, die heute auf der ganzen Welt als Salvatorianerinnen und Salvatorianer vertreten ist: Ordensfrauen, Ordensmänner und Mitglieder der Laiengemeinschaft.

Diese ungewöhnliche Geschichte wurde möglich, weil Johann Baptist Jordan seiner innersten Berufung getraut hat – seiner tiefsten Sehnsucht. Er wurde zum Ordensgründer – und sein Name – aber noch viel mehr und viel wichtiger seine tiefsten Überzeugungen wirken weiter. Und so macht er Mut. Denn jeder Mensch ist ein Berufener – eine Berufene. Durch jeden Menschen will etwas Einmaliges in die Welt kommen. Dazu braucht es ein Innehalten und Hinhören und Hinspüren: Was tut sich in der Welt – was kommt mir da entgegen? Und was regt sich in mir? Wo merke ich eine Berührung – eine Leidenschaft – ein Angesprochensein. Und dann heißt es Antwort zu geben.