Streitbare Geister in Islam und Christentum

Themen: Islam-Diskussion mit Hamed Abdel-Samad und Mouhanad Khorchide; Die ungarische feministische Theologin Rita Perintfalvi; Liberia nach der Wahl

Islam in Diskussion: Zwischen „zahnlos“ und „radikal“

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen lud vergangene Woche der Wiener Integrationsfonds in das ORF Radiokulturhaus zu einer Diskussion - wieder einmal: über den Islam.

Buchhinweis:
Hamed Abdel-Samad und Mouhanad Khorchide, „Ist der Islam noch zu retten?: Eine Streitschrift in 95 Thesen“, Verlag Droemer

Doch das Besondere diesmal: Zwei leidenschaftliche Kritiker saßen einander gegenüber: der deutsche Politikwissenschaftler ägyptischer Herkunft, Hamed Abdel-Samad und der islamische Religionspädagoge Mouhanad Khorchide, in Beirut geboren und seit vier Jahren österreichischer Staatsbürger. Es war eine temperamentvoll geführte Diskussion um Fragen wie: Ist der Versuch eines Euroislam nichts anderes als ein Burkini? Kann man DEN Islam und DIE Muslime einfach gleichsetzen? Und hat der österreichische Staat immer richtig gehandelt? - Gestaltung: Roberto Talotta

„Ruferin in der Puszta“: Die ungarische feministische Theologin Rita Perintfalvi

Rita Perintfalvi nimmt sich kein Blatt vor den Mund, legt den Finger in die Wunden und das trotz persönlicher Angriffe, Hasspostings bis hin zu Todesdrohungen in den sozialen Netzwerken. Kein Thema ist ihr zu heiß: der ungarischen katholischen Theologin, Bibelwissenschaftlerin, Bloggerin und Leiterin einer ökumenischen Theologinnengruppe.

Praxis
Mittwoch, 11.10.2017, 16.05 Uhr, Ö1

Die ungarische religiöse Landschaft kennt Rita Perintfalvi genau und ist scharfe Beobachterin und Kritikerin der sehr konservativ ausgerichteten ungarischen katholischen Kirche. Die feministische Theologin ist gern gesehener Gast auf internationalen Konferenzen, auch in Österreich, wo sie studiert und promoviert hat. Über ihre vielfältige Arbeit in Ungarn und welchen Schwierigkeiten sie dabei begegnet, hat sie mit Judith Fürst gesprochen. Ein Porträt der streitbaren Theologin. - Gestaltung: Judith Fürst

Aufbau nach dem Bürgerkrieg - Liberia hat gewählt

Am 10. Oktober waren die Bürgerinnen und Bürger der westafrikanischen Republik Liberia aufgerufen, ein neues Parlament und einen Staatschef zu wählen. 14 Jahre Bürgerkrieg und eine verheerende Ebola-Epidemie haben die Bewohnerinnen und Bewohner des westafrikanischen Landes und die Infrastruktur massiv geschwächt. Die neue Regierung steht vor großen Herausforderungen. Jugendarbeitslosigkeit, Kriminalität, Korruption und Perspektivenlosigkeit lösen eine Migrationswelle Richtung Europa aus.

Der römisch-katholische Männerorden der Salesianer Don Boscos ist seit 1997 in diesem westafrikanischen Land aktiv. Bruder Lothar Wagner lebt und arbeitet seit Beginn des Jahres in der Hauptstadt Monrovia und war vor kurzem zu Besuch in Wien. - Gestaltung: Maria Harmer

Moderation: Alexandra Mantler

Praxis 11.10.2017 zum Nachhören:

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