Papstreise nach Myanmar

Papstreise nach Myanmar

Wenige Tage vor der Reise des Papstes nach Myanmar fragen sich viele: Nimmt Franziskus das Wort „Rohingya“ in den Mund, wenn er birmanischen Boden betritt? Menschenrechtler fordern, der Papst solle Klartext reden. Bischöfe in Myanmar hingegen mahnen, er möge es nicht tun, da dies wütende Proteste nationalistischer Buddhisten auslösen könne.

Am 18. November war Kardinal Charles Maung Bo, Erzbischof von Ragun, beim Papst. Er wolle ihn um ein privates Treffen jenseits des offiziellen Programms bitten, sagte er, - „mit Vertretern verschiedener Religionen, wie Buddhisten, Muslimen, Hindus und Christen“. So könne der Papst eventuell einen Dialog anstoßen.

Wie auch immer: Es ist die erste Reise eines Papstes in das südostasiatische Land. Und viele hoffen, dass das Oberhaupt der katholischen Kirche bei seinem dreitägigen Besuch den Grundstein für Brücken über die tiefen ethnischen und religiösen Gräben Myanmars legen kann. - Gestaltung: Mathilde Schwabeneder

85 Kindergärten in Wien zwangsweise geschlossen

Im Zuge von Kontrollen sind 2017 bereits 85 Wiener Kindergärten zwangsweise geschlossen worden. Das sagte Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky von der SPÖ in der Fragestunde des Gemeinderats. Als Gründe nannte er „einen Mix aus betriebswirtschaftlichen und pädagogischen Ursachen“. Die ÖVP wollte von dem Stadtrat wissen, wie viele der geschlossenen Kindergärten denn islamische Einrichtungen gewesen seien. Diese Frage konnte Czernohorszky nicht beantworten.

Moderation: Roberto Talotta

Religion aktuell 22.11.2017 zum Nachhören:

Mehr dazu:

Papst wird in Myanmar auch Rohingya treffen
(religion.ORF.at/KAP; 22.11.2017)