Beschwerden verboten!

Jammern und Klagen, Raunzen und Herumnörgeln sind keine fremden Untugenden in unserem Land. Aber was ändert sich dadurch?

Morgengedanken 29.11.2017 zum Nachhören:

Papst Franziskus ist immer für Überraschungen gut. Nicht weil er stundenlang nachdenken muss, was er jetzt wieder anders machen könnte, sondern weil es ganz authentisch aus seiner Überzeugung heraus geschieht.

Wilfried M. Blum
ist römisch-katholischer Pfarrer in Rankweil in Vorarlberg

Handle genauso!

So wird berichtet, dass er von einem Psychologen als Geschenk ein Schild bekommen habe – mit der Aufschrift: Beschwerden verboten! Höre auf, dich zu beschweren, und handle, um dein Leben zum Besseren hin zu verändern!“ Das hängt nun an der Wohnungstür des Papstes. Wer kennt es nicht aus dem eigenen Alltag? Es gibt ständig etwas, sich über einen Anlass oder über jemanden zu beschweren. Das kommt uns meist leichter über die Lippen, als das Gute im anderen zu sehen.

„Handle, um dein Leben zum Besseren hin zu verändern!“ – Wenn das nur immer so leicht ginge. Aber es geht. Am Morgen dankbar aufstehen, sich über das Trinkwasser aus der Leitung oder den guten Kaffee in der Tasse zu freuen; mit einem netten Gruß den Alltag eines Mitmenschen zu erhellen oder mit einem Stoßgebet einem anderen Segen zukommen zu lassen … So oder anders kann man verändern. „Geh hin und handle genauso!“ (Lk 10,37) – Das sagt Jesus zum Gesetzeslehrer am Ende der Geschichte vom Barmherzigen Samariter.