Ein jegliches hat seine Zeit

Sie sind eine Art Niemandsland, diese Tage zwischen Weihnachten und Neujahr, eine Zeit zum Durchatmen, zum Innehalten, zur Rück- und zur Vorschau. Vielleicht sind diese Tage auch eine Art Pufferzone, denn den harten Aufprall von Jahr auf Jahr ertragen wir – allen Silvesterfeiern zum Trotz – gar nicht so gut.

Gedanken für den Tag 29.12.2017 zum Nachhören:

Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde:

geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit; pflanzen hat seine Zeit,
ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit;
töten hat seine Zeit, heilen hat seine Zeit; abbrechen hat seine Zeit, bauen hat seine Zeit;
weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit; klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit;

Inge Maux,
Schauspielerin, liest die Texte

Steine wegwerfen hat seine Zeit, Steine sammeln hat seine Zeit; hetzen hat seine Zeit, aufhören zu hetzen hat seine Zeit;
suchen hat seine Zeit, verlieren hat seine Zeit; behalten hat seine Zeit, wegwerfen hat seine Zeit;
zerreißen hat seine Zeit, zunähen hat seine Zeit; schweigen hat seine Zeit, reden hat seine Zeit;
lieben hat seine Zeit, hassen hat seine Zeit; Streit hat seine Zeit, Friede hat seine Zeit.

(Prediger Salomo 3, 1 - 18: Ein jegliches hat seine Zeit)

Musik:

Malcolm Stewart/Violine und Orchestre du Capitole de Toulouse unter der Leitung von Michel Plasson: „Introduction & valse“ < Les feuilles mortes > aus: LES PORTES DE LA NUIT / Symphonische Suite zur Filmmusik von Joseph Kosma
Label: EMI 7547642