Die Engel des Vergebens und Neubeginns

Haben Sie schon Glücksbringer gekauft oder Sekt für die Silvesterfeier? Im Stundentakt wird das – wie wir jetzt schon sagen – alte Jahr weniger. War es ein gutes Jahr? Und wenn nicht – was dann?

Morgengedanken 30.12.2017 zum Nachhören:

Rund um Silvester, so wie heute am vorletzten Tag des Jahres schauen viele Menschen gerne zurück auf das letzte Jahr. Was war in meinem Leben 2017 eigentlich los, was war erfreulich, welche Schwierigkeiten hatte ich zu bewältigen. Bei dieser Rückschau werden möglicherweise auch schmerzhafte, traurige oder verletzende Erlebnisse auftauchen. Und vielleicht hängt manches davon auch noch nach, indem es immer wieder in dunklen Gedanken auftaucht und uns erneut verärgert, traurig macht oder schmerzt.

Silvia Habringer-Hagleitner
leitet das Institut für Religionspädagogik an der Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz

Belastendes loslassen

Am Übergang zum neuen Jahr haben wir die Chance, diese alten belastenden Erfahrungen bewusst loszulassen. Vielleicht hilft dazu auch ein Ritual des Loslassens. In katholischen Kirchen gibt es dazu etwa die Altjahresfeiern, in denen zum einen gedankt wird für das Gute aus dem letzten Jahr und zum anderen Schwieriges bewusst einer größeren Kraft übergeben wird. So kann man freier in das neue Jahr hineingehen: mit leichterem Herzen und leichterem Schritt.

Dass Sie Belastendes aus dem letzten Jahr loslassen können, verzeihen können, was Ihnen jemand angetan hat, das wünsche ich Ihnen für diese Tage. Ich wünsche Ihnen drei Engel für den Übergang in das neue Jahr: den Engel des Loslassen-Könnens, den Engel des Vergebenkönnens und den Engel des Neubeginns.