Lebenslanges Lernen

Lebenslanges Lernen – das ist eine Devise, auf die immer wieder verwiesen wird: auch – aber nicht nur – von Arbeitsmarktexperten. Natürlich hört man immer wieder den Spruch: „Dafür bin ich zu alt“.

Morgengedanken 4.1.2018 zum Nachhören:

Ich habe als Kind zwar schwimmen, aber nie kraulen gelernt. Als Mittvierziger habe ich beschlossen, das Sprichwort „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nicht mehr“ zu ignorieren und das nachzuholen.

Christin Herret
ist Pressereferent der Dreikönigsaktion

Auf die Motivation kommt es an

Ich bin weiß Gott kein Bewegungstalent. Aller Anfang ist schwer sagt man, aber um ehrlich zu sein: Es war die Hölle. Es hat eine Ewigkeit gedauert, bis ich mich, ohne Angst zu ersticken, über Wasser halten konnte. Davon im Hallenbad eine gute Figur zu machen bin ich noch ein paar tausend Schwimmbadlängen entfernt. Ein wenig später habe ich auf der Volkshochschule begonnen, Spanischkurse zu belegen. Hinsichtlich Sprachen bin ich noch untalentierter als im Sport. Gelernte Vokabeln verschwinden auf mysteriöse Weise sofort wieder aus meinem Gedächtnis. Und ich verwechsle immer wieder die einfachsten Verbformen.

Sich in meinem Alter mit etwas Neuem abmühen für das man eigentlich kein Talent hat? Auch wenn es seltsam klingt: Genau das ist meine Motivation. Das treibt mich an. In einer Welt voller Expertinnen und Experten, die immer genau wissen, wie man etwas macht, wo die Ursachen von Problemen liegen und vor allem auch mit welchen einfachen Mitteln man diese lösen kann, finde ich es befreiend zu sagen: Ich habe keine Ahnung, wie man das macht, aber ich möchte trotzdem versuchen, es zu lernen. 2018 werde ich mit dem Klavierspielen beginnen.