Jungfrauengeburt in den Religionen

Themen: Weihnachten bei den Burgenland-Roma; Jungfrauengeburt in den Religionen; Das göttliche Kind und die Dichter; Bibelessay von Paul M. Zulehner

Ein großes Fest für die große Familie – Weihnachten bei den Burgenland-Roma

Seit Jahrhunderten leben sie auf dem Gebiet des heutigen Österreich und fast ebenso lang ist die Geschichte ihrer Verfolgung und Vertreibung - bis zur systematischen Ermordung. Die Roma, ein Sammelbegriff für verschiedene ethnische Gruppen. Im Jahr 1993 wurden sie in Österreich offiziell als Volksgruppe anerkannt. Die Mehrheit der autochthonen Roma lebt im Burgenland.

Seit 1992 gibt es auf Initiative des damaligen Bischofs der katholischen Diözese Eisenstadt, Paul Iby, eine eigene Roma-Pastoral, die in der österreichischen Bischofskonferenz verankert ist. Die Aufgaben der Roma-Pastoral sind vielfältig und reichen von der Kinder- und Jugendseelsorge über Besuche in Krankenhäusern, Altenheimen und Gefängnissen bis hin zur Organisation der alljährlichen großen Wallfahrt nach Mariazell. Ein wichtiger Punkt dabei ist auch die Förderung der kulturellen Identität und die Begleitung durch das Kirchenjahr. Wie etwa feiern die Roma Weihnachten? Maria Harmer hat sich schon während der Adventzeit umgehört.

Wundersames Glaubensgut – „Jungfrauengeburt“ in den Religionen

Eine wundersame Geschichte, die sich da laut christlicher Überlieferung zugetragen haben soll - eine Geschichte zum Immer-Wieder-Wundern: Eine junge Frau, eine Jungfrau sogar, gebiert einen Sohn göttlichen Ursprungs, - und bleibt weiterhin Jungfrau, zumindest der römisch-katholischen und christlich-orthodoxen Lehre nach. Sie wird später „Jungfrau und Gottesmutter Maria“ genannt werden, er „Messias“ oder „Christus“, „Gesalbter“ und „Erlöser“.

Lebenskunst
Montag, 25.12.2017, 7.05 Uhr, Ö1

Solche wundersamen Geburten und auch Jungfrauengeburten sind in der Religionsgeschichte keine Seltenheit, das Christentum tradiert allerdings eine ganz spezielle Variante davon. Allen gemein ist, dass sie die Besonderheit des geborenen Kindes, des göttlichen Kindes hervorstreichen. – Gestaltung: Kerstin Tretina

Das göttliche Kind und die Dichter – Poesie als Inspiration für den Weg nach innen

Die Botschaft von Weihnachten, die in der Bibel und in den liturgischen Texten der Gottesdienste dieser Tage zu lesen und zu hören ist, ist die Erzählung von einem göttlichen Kind, das auf die Welt gekommen ist, um - wie es in der biblischen Johannesoffenbarung heißt - alles neu zu machen. Das greift die Psychotherapeutin Ute Karin Höllrigl in mehrfacher Hinsicht auf. Sie befasst sich in der Arbeit seit Jahren damit, ihren Klienten und Klientinnen den Weg zum - wie sie es nennt - inneren göttlichen Kind zu weisen. Auch das ein Weg, der seelisch „alles neu“ macht. In ihrem jüngsten Buch zeigt sie, wie auch Lyrik von Rilke bis Bachmann dabei helfen kann, diesen weihnachtlichen Bewusstwerdungsvorgang zu fördern. – Gestaltung: Martin Gross

Ich verkünde euch eine große Freude – Bibelessay zu Lukas 2, 1 - 14

Eine der liturgisch vorgesehenen Evangelienstellen ist am 25. Dezember jene bekannte Passage aus dem Lukasevangelium, die die Verkündigung der Geburt des Messias an die Hirten von Bethlehem beinhaltet. Darauf bezieht sich der katholische Theologe und Religionssoziologe Paul Michael Zulehner, der, wie auch im gesamten vergangenen Advent, seinen Bibelessay dem Mutmachen widmet. Denn: Der Engel sagt zu den Hirten: „Fürchtet euch nicht!“

Bibelessay zu Lukas 2, 15 – 20

Moderation: Martin Gross

Lebenskunst 25.12.2017 zum Nachhören:

Buchhinweis:

Ute Karin Höllrigl, „Im Zeitlosen verwurzelt“, Studien-Verlag