Weltfriedenstag

Die diesjährige Botschaft von Papst Franziskus zum Weltfriedenstag am 1. Jänner 2018, trägt den Titel „Migranten und Flüchtlinge: Menschen auf der Suche nach Frieden“.

Morgengedanken 10.1.2018 zum Nachhören:

Seit 1968 feiert die katholische Kirche den 1. Jänner als Weltfriedenstag, an dem die Päpste unterschiedlichste Dimensionen des Friedens ansprechen. Im Neujahrstrubel gehen diese Botschaften leider oft unter und bekommen nicht die notwendige Aufmerksamkeit.

Wolfgang Palaver
ist Sozialethiker an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck

Eckpfeiler für unser Handeln

Für 2018 hat sich Papst Franziskus über die Zusammenhänge zwischen der Flüchtlingskrise und dem Frieden Gedanken gemacht. Der Titel seiner Botschaft lautet „Migranten und Flüchtlinge: Menschen auf der Suche nach Frieden“. Für den Papst sind die 250 Millionen Migranten in der Welt, von denen 22,5 Millionen als Flüchtlinge gelten, zuerst und wesentlich Menschen, die den Frieden suchen. Er gibt aber keine einfachen Antworten auf die komplexen Herausforderungen, vor die die Gesellschaften und Staaten heute gestellt sind. Ausdrücklich warnt er aber vor einer Rhetorik, „die mit Nachdruck die Risiken für die nationale Sicherheit oder die Belastung durch die Aufnahme der neu Ankommenden betont“ und dabei „die menschliche Würde missachtet, die jedem zuerkannt werden muss, weil alle Menschen Kinder Gottes sind“.

Vier konkrete „Eckpfeiler für unser Handeln“ nennt Papst Franziskus in seiner Weltfriedensbotschaft 2018: „Aufnehmen, schützen, fördern und integrieren“. Zum Integrieren gehört beispielsweise, dass Flüchtlinge und Migranten die Möglichkeit bekommen, „voll und ganz am Leben der Gesellschaft, die sie aufnimmt, teilzunehmen“.