Zweites Vatikanisches Konzil

Das Zweite Vatikanische Konzil hat viel verändert in der römisch-katholischen Kirche. Damals war es für viele unvorstellbar, dass Bewegung möglich ist.

Morgengedanken 25.1.2018 zum Nachhören:

Vor nunmehr 59 Jahren erklärte Papst Johannes XXIII. vor erstaunten Kardinälen in der Basilica Sankt Paul vor den Mauern, dass er gedenke, eine römische Synode zu halten und ein ökumenisches, also weltweites Konzil einzuberufen, verbunden mit einer Erneuerung des Kirchenrechts. Die Kardinäle antworteten mit einem „erhabenen Schweigen“, wie es Johannes notierte. Diese Versammlung des II. Vatikanischen Konzils (1962 - 1965) sollte die Kirche auf die Höhe der Zeit bringen, die Einheit der Christinnen und Christen wiederherstellen helfen und die Welt christlich neu durchformen, also Kirche reformieren.

Richard Pirker
ist römisch-katholischer Pfarrer von St. Peter und St. Modestus in Klagenfurt

Von innen strahlen

Nach mehr als 50 Jahren ist ein reformorientierter Papst Franziskus auf keinem einfachen Posten, auch wenn die Zeichen auf Erneuerung stehen. Heute kann ein Papst mit einer evangelischen Bischöfin zusammen Gottesdienst feiern, eine Synagoge besuchen oder als Friedensagent vermitteln. Was irgendwie Kopfzerbrechen bereitet, ist die am schnellsten wachsende Glaubensgemeinschaft weltweit: diejenige der Gottfernen, für die „Gott“ keine Realität darstellt.

Dabei glauben wir nicht zuerst an eine Sache oder an ein System, sondern an eine Person: Jesus Christus. Mit ihm sollten wir unsere Beziehungsfähigkeit ausprobieren und am besten gleich heute beginnen, so Franziskus. Das schafft Freude im Herzen: Evangelii Gaudium: An den Gott Christi zu glauben schafft ein erlöstes Aussehen, das von innen strahlt.