Sehnsucht nach der guten Welt

Freuen Sie sich heute auf ein feines Sonntagsfrühstück? Es ist zwar Fastenzeit, aber die Sonntage sind ausdrücklich vom Fasten ausgenommen. Also: guten Appetit.

Morgengedanken 18.2.2018 zum Nachhören:

Heute ist der erste Fastensonntag. In der christlichen Welt hat die Zeit begonnen, die eigenen Lebensgewohnheiten zu überdenken. Es ist wie ein Innehalten und auf den Kompass-Schauen, ob die Richtung noch stimmt und wenn nötig den eingeschlagenen Weg zu korrigieren, ihn wieder am ursprünglichen Punkt auszurichten.

Brigitte Knünz
leitet das Werk der Frohbotschaft in Batschuns, Vorarlberg

„Alles was ihr wollt...“

Im Markusevangelium ist es die schlichte Aufforderung: „Kehrt um und glaubt an das Evangelium“. An die Frohe Botschaft, an die gute Nachricht glauben – was heißt das eigentlich? Die Nachrichten, die wir tagtäglich hören, sind selten gute. Wenn wir ganz an den Anfang der Bibel gehen, dann finden wir den ursprünglichen Punkt: Nach der Erschaffung der Welt schaut sich Gott alles an: Und siehe, es war sehr gut. Wir sind in einer Welt, die ursprünglich sehr gut war! Und in uns Menschen ist die Sehnsucht nach einer guten Welt, einem guten Leben geblieben. Unser innerer Kompass ist auf einen guten Pol ausgerichtet. Gläubige Menschen nennen ihn Gott.

In der Bibel, aber auch in den Schriften fast aller Religionen wird ein schlichter Weg zu einem guten Leben gewiesen, nämlich: „Alles was ihr wollt, dass euch die Menschen tun, das tut auch ihnen!“ (Mt 7,12). Diese Neuausrichtung würde unser Miteinander revolutionieren und unsere Gesetze menschlicher machen. Alles beginnt mit dem ersten Schritt – vielleicht bereits am heutigen Tag.