Ein Zeichen

In so manchem Bücherregal steht sie wohl ein wenig verstaubt, die Bibel. Dabei wäre sie es wohl durchaus wert, dass man sie zur Hand nimmt und eine Verbindung zu aktuellen Problemen herstellt.

Morgengedanken 21.2.2018 zum Nachhören:

Vor einigen Monaten klagten zwei Pflegedienstleiterinnen in Pflegeheimen unabhängig voneinander, wie groß der Mangel an qualifiziertem Pflegepersonal sei. Sie bekämen einfach nicht genug Fachkräfte.

Brigitte Knünz
leitet das Werk der Frohbotschaft in Batschuns, Vorarlberg

Die eine versuchte diesen Mangel wett zu machen, indem sie selbst mehr arbeitete, die andere, indem sie weniger hoch qualifiziertes Personal anstellte. Beides zwei sehr unbefriedigende Lösungen. Parallel dazu weiß ich von drei Asylwerbenden, dass sie sich gerne in Krankenpflege ausbilden ließen. Ihre Chancen, dass sie in Österreich bleiben dürfen, sind eher gering.

„Diese Generation fordert ein Zeichen; aber es wird ihr kein anderes gegeben werden…“, so lese ich heute im Lukasevangelium. Ich deute zwei Zeichen dieser Zeit. Das erste Zeichen: Wir haben heute schon einen Pflegekräftemangel und in wenigen Jahren wird er eklatant sein. Das zweite Zeichen: Junge, motivierte Menschen wollen in unserem Land arbeiten und ein gutes Leben leben. Es ist eine Milchmädchenrechnung: In naher Zukunft brauchen wir Menschen, die in den verschiedensten Berufssparten, gerade auch im Dienstleistungssektor unser Sozialsystem aufrechterhalten.