Taufe

Roland Werneck beschreibt in den Morgengedanken heute ein ganz besonderes Fest: Kinder sind dabei an etwas erinnert worden, das die allermeisten als Ereignis gar nicht im Kopf haben - an ihre Taufe.

Morgengedanken 28.2.2018 zum Nachhören:

Letztes Jahr haben wir in unserer Pfarrgemeinde ein Fest für Kinder gefeiert. Wir nannten es Schalomfest, also Friedensfest in der Sprache der Bibel. Ein wichtiges Element beim Festgottesdienst war die Erinnerung an die Taufe der Kinder. Sie hatten in der Vorbereitung ihre Taufkerzen mitgebracht. Viele Kerzen waren von den Eltern oder Taufpaten kunstvoll selbst gestaltet. Mit Begeisterung zeigten die Kinder Fotos von ihrer eigenen Taufe.

Roland Werneck
ist evangelisch-lutherischer Pfarrer in Wels, Oberösterreich

Das Leben feiern

Die meisten Kinder können sich ja nicht an ihre Taufe erinnern, weil sie erst ein paar Monate alt waren. Was wir mit dem Fest den Kindern vermitteln wollten, ist das Verständnis von der Taufe als Weg. Mit der Taufe, so sind Christinnen und Christen überzeugt, beginnt ein Lebensweg, der unter dem Segen Gottes steht. Kinder im Volksschulalter können gut spüren und bewusst wahrnehmen, was das heißt: Sich beschützt fühlen. Nicht allein sein müssen. Keine Angst haben müssen. Ich finde es wichtig, die Kinder immer wieder an den Anfang dieses Weges zu erinnern, an ihre Taufe.

Jedem Kind wurde der Taufspruch aus der Bibel, den die Eltern ausgesucht hatten, noch einmal zugesagt. Die Kinder wurden im Gottesdienst einzeln gesegnet. Das Leben feiern können wir nur, wenn wir uns immer wieder daran erinnern, was uns Gutes widerfahren ist.