Leibhafte Religion 1: „Sitzen, knien, stehen - und tanzen?“

Wie der Körper Religion ausübt: König David hat vor der Bundeslade zur höheren Ehre Gottes sogar getanzt. Im Islam wirft man sich regelrecht zu Boden. In den christlichen Kirchen geht es vergleichsweise bedächtig zu: sitzen, stehen und knien – das ist es im Grunde.

Der Körper und seine Haltung spielen bei der Ausübung von Religion auf jeden Fall eine wesentliche Rolle.

Tao
Samstag, 7.4.2018, 19.05 Uhr, Ö1

Viele Menschen nehmen in der Ausübung ihrer Religion auch echte Strapazen auf sich. Wallfahrten gibt es in fast jeder Religion. Oder dem Körper werden Schmerzen zugefügt – durch Selbstgeißelung zum Beispiel. Auf den Philippinen lassen sich gläubige Menschen sogar wie Jesus ans Kreuz schlagen.

Derartige Exzesse stoßen im aufgeklärten Westen auf völliges Unverständnis. Abgesehen von solchen und ähnlichen Bräuchen werden Glaube und Religion in der westlichen Welt mehrheitlich eher als abstraktes Wertesystem gehandelt. Hat hier die Vernunft gesiegt? Oder hat sich eine Art „Verkopfung“ breit gemacht – die wiederum den Menschen in seiner Gesamtheit nicht mehr ernst nimmt? Teil 1 eines Tao-Dreiteilers.

Es kommen zu Wort:

  • Andreas Redtenbacher: Liturgiewissenschaftler, Augustiner-Chorherr und Leiter des Pius Parsch-Institutes in Klosterneuburg
  • Karin Preisendanz: Professorin am Institut für Südasien-, Tibet- und Buddhismuskunde der Universität Wien
  • Stefan Verra: Experte für Körpersprache
  • Zeynep Elibol: Physikerin und Direktorin der Islamischen Fachschule für Soziale Bildung

Gestaltung: Markus Veinfurter

Tao 7.4.2018 zum Nachhören:

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