Engagierter Buddhismus in Österreich

Themen: 35 Jahre Buddhismus in Österreich; Die katholische Kirche 1938; Die Friedensaktivistin Ela Gandhi; Bibelessay von Gerhard Langer

Erwachtes Engagement – „Engagierter Buddhismus“ in Österreich

Buddhismus ist mehr als Meditation: Die Österreichische Buddhistische Religionsgesellschaft nutzt das heurige 35-Jahr-Jubiläum ihrer staatlichen Anerkennung in Österreich, um die vielen verschiedenen Varianten des sogenannten „Engagierten Buddhismus“ vorzustellen.

Buddhistinnen und Buddhisten sind seit vielen Jahren ehrenamtlich in der Gesellschaft aktiv - sie setzen sich beispielsweise in der Kranken- und Trauerbegleitung, in der Gefangenenbetreuung, in der Flüchtlingshilfe und im Netzwerk „Achtsame Wirtschaft“ ein oder sie organisieren ökologisch inspirierte Wandergruppen. Kerstin Tretina hat einige der engagierten Buddhistinnen und Buddhisten getroffen.

Gedenkjahr 2018 – Berichte von Zeugen einer dunklen Zeit

Bereits vor 1938 hatte mit dem sogenannten Ständestaat in Österreich eine Zeit des politischen Umbruches begonnen, und die darauffolgende Zeit des Nationalsozialismus stellte auch die katholische Kirche vor neue Herausforderungen. 80 Jahre später berichteten Zeitzeugen über die Geschehnisse von damals, über die Zeit des Anschlusses und vor allem über die Ereignisse in Wien im Oktober 1938. Die Erinnerungen von Otto Urban vom Dokumentationsarchiv des Katholischen Jugendwerkes und vom ehemaligen Wissenschaftsminister Hans Tuppy wurden von Rupert Klieber, Dozent für Kirchengeschichte an der Universität Wien, ergänzt. – Gestaltung: Maria Harmer

Mehr als eine Enkelin – Die Friedensaktivistin Ela Gandhi

Sie hat einen klingenden Namen und ein bewegtes politisches Leben als Friedensaktivistin: die 78-jährige Ela Gandhi. In Südafrika, wo schon Mahatma Gandhi politischen Widerstand geleistet hat, wirkt noch heute seine Enkelin Ela Gandhi. Sie leitet Bildungsinitiativen für Kinder aus ärmeren Verhältnissen und klärt über HIV/Aids auf. Dabei trägt sie das Erbe von Mahatma Gandhis Idee der Gewaltlosigkeit weiter.

Lebenskunst
Sonntag, 29.4.2018, 7.05 Uhr, Ö1

Ela Gandhi ist außerdem Mitglied des African National Congress (ANC), der die Regierung Südafrikas stellt – seit 1994, als Nelson Mandela zum ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas gewählt worden ist. Der ANC habe immer schon interreligiös gearbeitet, erzählt Ela Gandhi. Ein Porträt von Julia Wötzinger.

Ich bin der Weinstock – Bibelessay zu Johannes 15, 1 - 8

Immer wieder hat Jesus von Nazareth in seinen Gleichnissen Bilder aus dem bäuerlichen Lebensbereich verwendet, um von den einfachen Menschen, zu denen er sprach, besser verstanden zu werden. So auch in jenem Gleichnis vom Weinstock, das im Johannesevangelium zu lesen steht und in der Liturgie der katholischen Kirche für den vierten Sonntag nach Ostern vorgesehen ist. Gedanken dazu von Gerhard Langer, - er ist katholischer Theologe und Judaist und lehrt an der Universität Wien.

Bibelessay zu Johannes 15, 1 – 8

Moderation: Martin Gross

Lebenskunst 29.4.2018 zum Nachhören: