Würfelt Gott?

Zum Abschluss dieser Woche setzt sich Bruno Almer mit Zufall und Schicksal auseinander und stellt die Frage: „Würfelt Gott“?.

Morgengedanken 2.6.2018 zum Nachhören:

Dort, wo ich wohne, kommt es schon einmal vor, dass ich mehrmals um den Häuserblock fahren muss, um einen Parkplatz zu finden. Und wenn dann ein anderer Autofahrer wegfährt und somit ein gesuchter Parkplatz frei wird, denk ich mir manchmal: Na schau, so ein Zufall!

Bruno Almer
ist Referent für Liturgie und Sakramente im Pastoralamt der Diözese Graz Seckau

Strategie Teamwork

Zufall. Was ist mit den anderen großen Dingen im Leben: Erfolg, Karriere, Liebe, Partnerschaft, Familie... Ist das auch alles Zufall? Oder Schicksal? Wo bleib da ich? Und wo bleibt Gott? „Gott würfelt nicht!“ war ein Ausspruch vom Physiker Albert Einstein. Sein Wort aus der Diskussion über Quantenphysik genommen und in mein Leben gestellt, bedeutet für mich: Ich bin keine Spielfigur in der Hand Gottes, die je nach Würfelzahl nach vor, zurück oder auf die Seite geschoben wird oder sogar aus dem Spielfeld geworfen werden kann.

Ich glaube, dass Gott einen guten Plan mit mir und mit der Welt hat. Und seine Strategie lautet Teamwork: Nicht er würfelt und macht alles und ich leg meine Hände in den Schoß und schaue zu, wie mich das sogenannte Schicksal ereilt. Gott schenkt die Freiheit und Kraft, die Würfel selbst in die Hand zu nehmen, mein Leben in die Hand zu nehmen und mit vereinten Kräften die Zukunft mitzugestalten.