„Gedanken für den Tag“

Samstag, 14.4.2018, Barbara Stöckl

Nie zu spät

Ich mag es, gleich in der Früh eine Runde zu laufen, das übt den Körper und klärt den Geist. Ich laufe nicht schnell, eher bedächtig, schnelles Schritttempo – aber, dass mich der alte Herr überholt, das war einen Moment lang schon ein komisches Gefühl. 

Freitag, 13.4.2018, Barbara Stöckl

Andersrum

Seit vielen Jahren hab ich auf den Steinhofgründen in Wien eine meiner „Laufstrecken“. Das ist eine ganz wunderbare Wiesen- und Parkanlage im 16. Bezirk in Wien und hier drehe ich meine Runden. 

Donnerstag, 12.4.2018, Barbara Stöckl

Morgenlauf

Laufen als Weg zu sich selbst. Am liebsten ganz früh am Morgen. Ein Schritt. Einatmen. Der nächste Schritt. Ausatmen. Der Puls rast auf den ersten Metern in die Höhe, bevor er sich langsam beruhigt und den gleichmäßigen Rhythmus vorgibt. Einatmen, ausatmen. Die Gedanken kommen und gehen. Mir wird warm. 

Mittwoch, 11.4.2018, Barbara Stöckl

Lernen

Ich drehe eine Laufrunde in der Schwarzenberg Allee in Wien. Neben mir ein junger Vater mit seiner kleinen Tochter, die gerade Radfahren lernen soll. Noch hält sie der Vater, unterstützt sie bei der zittrigen Balance. 

Dienstag, 10.4.2018, Barbara Stöckl

Wunder

Zu Laufen ist für mich mehr als ein wertvolles Ritual zur körperlichen Ertüchtigung. Diese Stunde gehört mir ganz alleine, hier komme ich mit jedem Schritt, mit jedem Atemzug zu mir selbst. Und ich liebe es, Menschen zu beobachten. Im Kaffeehaus, im Wartezimmer, im Zug, im Supermarkt. Überall, wo man innehalten muss oder innehalten möchte, schauen und wahrnehmen kann. 

Montag, 9.4.2018, Barbara Stöckl

Lachen

Die Tage werden länger, die Luft wird wärmer. Es riecht nach Frühling. Vorbei die „ich ziehe mir die Decke über den Kopf“-Zeit der Kälte, selbst der graue Rollsplitt wird von den Gehsteigen und Straßen weggekehrt. Es zieht mich hinaus, denn im Frühling könnte man schnell etwas versäumen, wenn das jährliche Wunder in der Natur als grandioses Schauspiel vor sich geht. 

Samstag, 7.4.2018, Kurt Remele

Verratener Nationalheiliger

Seit dem Ende der Sklaverei herrschte in den Vereinigten Staaten die Segregation, die strikte Trennung von Menschen nach weißer und schwarzer Hautfarbe. In Zügen, Bussen, Restaurants, Hotels, Parks, Theatern, Sportstätten und Büchereien wiesen Schilder mit der Aufschrift Whites only oder Colored den Afroamerikanern ihren Platz zu. 

Freitag, 6.4.2018, Kurt Remele

Ehemann und Vater

Die ersten fünf Monate des Jahres 2003 verbrachte ich in Washington, DC. In dieser Zeit hielt ich mich oft und lange in Bibliotheken und Buchhandlungen auf. 

Donnerstag, 5.4.2018, Kurt Remele

Gewaltfreier Krimineller

Die bekannteste und rhetorisch eindrucksvollste Ansprache Martin Luther Kings war wohl seine „I have a dream“- Rede, die er Ende August 1963 vor dem Lincoln Memorial in Washington hielt. 

Mittwoch, 4.4.2018, Kurt Remele

Fast ein normaler Mensch

Im Sommer des Jahres 2009 wurde in London ein Theaterstück der jungen US-amerikanischen Autorin Katori Hall uraufgeführt. Es hieß „The Mountaintop“, „Der Gipfel des Berges“. Es geht in dem Stück nicht um Klettertouren, sondern um den afroamerikanischen Baptistenpastor Dr. Martin Luther King. 

Dienstag, 3.4.2018, Kurt Remele

Werbeträger wider Willen

Zum 50. Todestag von Martin Luther King Jr.: Am 4. Februar 2018 fand in Minneapolis der Super Bowl statt, das Endspiel der National Football League der USA. Wegen der sagenhaften Zuschauerquote ist der Super Bowl für die Werbeindustrie überaus attraktiv. 

Samstag, 31.3.2018, Gerhard Langer

Frauen

Im westlichen Christentum begeht man heute Karsamstag, den Tag der Grabesruhe Jesu, bevor morgen Auferstehung gefeiert wird – im Judentum begeht man den ersten Tag des Pessachfestes, das gestern Abend begonnen hat und an den Auszug aus der Knechtschaft in Ägypten erinnert. 

Freitag, 30.3.2018, Gerhard Langer

Kreuz und Auferstehung

Am heutigen Karfreitag gedenkt man im westlichen Christentum der Kreuzigung Jesu. 

Donnerstag, 29.3.2018, Gerhard Langer

Brot und Wein

Der heutige Gründonnerstag ist der Tag, an dem an das letzte Abendmahl Jesu erinnert wird. Damit verbunden ist die Einsetzung der Eucharistie, womit Jesu Gegenwart beim gemeinsamen Mahl in Brot und Wein zum Ausdruck kommt. 

Mittwoch, 28.3.2018, Gerhard Langer

Ostern und Pessach

Wenn Christinnen und Christen das Osterfest feiern, so spüren sie eine Woche lang der Passion, dem Leiden und Sterben, und danach der Auferstehung Jesu nach. 

Dienstag, 27.3.2018, Gerhard Langer

Speisen und ihre Bedeutung

Feste und Feiern haben zuallermeist auch etwas mit Essen und Trinken zu tun. Das gilt auch für religiöse Feste. Essen ist mit Symbolik versehen. 

Montag, 26.3.2018, Gerhard Langer

Von Freiheit, Tod und Auferstehung

In dieser Woche erinnern sich Christinnen und Christen an den Leidensweg und Tod Jesu am Kreuz und feiern das Fest der Auferstehung. Von den ersten Zeugen an wurden diese Ereignisse in Zusammenhang mit dem jüdischen Pessachfest gebracht und Jesus selbst als das Pessach- oder Paschalamm, dessen Blut erlöst, betrachtet. 

Samstag, 24.3.2018, Johanna Schwanberg

Diego und Frida

„Diego, nichts ist mit deinen Händen zu vergleichen und nichts kommt dem Goldgrün deiner Augen gleich. Mein Körper füllt sich Tag um Tag mit dir. Du bist der Spiegel der Nacht, das flammende Licht des Blitzes, die Feuchtigkeit der Erde.“ 

Freitag, 23.3.2018, Johanna Schwanberg

Die Jüdische Braut

Was für ein unglaubliches Bild! Es besteht nahezu ausschließlich aus Braun- und Goldtönen, akzentuiert durch ein intensives Rot. Zu sehen ist ein elegant gekleidetes Paar in einem verschwommen dargestellten Raum. 

Donnerstag, 22.3.2018, Johanna Schwanberg

Kauerndes Menschenpaar

Bilder spiegeln die Vorstellung einer Gesellschaft, einer historischen Epoche von der Beziehung zwischen den Geschlechtern. In Zeiten der Singlegesellschaft und der zunehmenden Scheidungen fungieren historische Bilder aber auch als Projektionsfläche für unerfüllte und kindliche Sehnsüchte nach der Verschmelzung zweier Personen.