„Gedanken für den Tag“

Dienstag, 12.12.2017, Josef Schultes

Johannes der Täufer

Kühl ist es und recht früh am Tag, angenehm die Wärme der Morgensonne. Der Boden, auf dem wir gehen, fühlt sich weich an und sandig. Der Weg schlängelt sich durch ein Dickicht von Schilf und Sträuchern. Turteltauben begleiten uns mit lautem Gurren. Und dann, dann sind wir da. Stehen still am Ufer. Nachdenklich. Erwartungsvoll. An dem so bedeutenden Wasser! 

Montag, 11.12.2017, Josef Schultes

Advent am Jordan

Sanft setzt die Maschine der Royal Jordanian Airlines auf der Rollbahn auf. Queen Alia International Airport: ein hypermoderner Flughafen im Süden der Hauptstadt Jordaniens, genauer, der Hauptstadt des Haschemitischen Königreichs Jordanien. Amman: Mit vier Millionen Einwohnern zählt es zu den größten Handelsmetropolen des Vorderen Orient. 

Samstag, 9.12.2017, Bodo Hell

Jahreslauf - Riten im Advent

Zumindest alle heiligen Zeiten scheinen wir Zuspruch und Fürsprache zu benötigen/zu brauchen, wenn Brauch denn (nach einem Ausspruch des Altblasbichlbauern) einfach das ist, was wir brauchen. 

Donnerstag, 7.12.2017, Bodo Hell

Ambros - Riten im Advent

Vorab einige Zuschreibungen: Helena: Wirtstochter niederer Herkunft aus Drepanon, Helena: heilige Hure aus Trier (dort sei ihr Lebensmittelpunkt gewesen)... 

Mittwoch, 6.12.2017, Bodo Hell

Nikolaus - Riten im Advent

Dann kann ich also in die Rolle des allseits erwünschten Alleskönners und Allesbringers schlüpfen, im historischen Kostüm des Kinderbischofs. 

Dienstag, 5.12.2017, Bodo Hell

Hl. Anna - Riten im Advent

Wer spricht heute noch von Botschaften vermittelnden Engeln, die den subalternen Männern in deren Träumen erscheinen, um sie dem Unwahrscheinlichen gegenüber, das zu erwarten ist, geneigter zu machen (Stichwort: Jungfrauengeburt)? 

Montag, 4.12.2017, Bodo Hell

Barbara - Riten im Advent

Kaum sind Blanca, Bibiane und Gerlinde vorbei, sollte ich schon als Barbara im Turm die ‚Wilde’, die Barbarin unter den heiligen Madln geben, so ist es. 

Samstag, 2.12.2017, Brigitte Schwens-Harrant

Immer gültige Warnung

Zum 350 Geburtstag von Jonathan Swift: „Reisen zu mehreren entlegenen Völkern der Welt in vier Teilen“, lautete der Titel des heute als „Gullivers Reisen“ so bekannten Buches, das wohl nur wenige je in voller Länge gelesen haben. Jonathan Swift, anglikanischer Priester und politischer Schriftsteller, hatte es verfasst. 1726 wurde es gedruckt. 

Freitag, 1.12.2017, Brigitte Schwens-Harrant

Swift, ein Menschenfeind?

„Gullivers Reisen“ von Jonathan Swift wurde nach seinem Erscheinen im Oktober 1726 zunächst begeistert gelesen. Nach und nach aber kamen kritische Stimmen auf, vor allem von Seiten der Theologen wurden Bedenken laut. Was Swift da erzähle, greife die Menschenwürde an, hieß es. 

Donnerstag, 30.11.2017, Brigitte Schwens-Harrant

Aktuelle Fragen

„Gullivers Reisen“ sind großartig erlogen, das muss man dem Autor Jonathan Swift erst einmal nachmachen. Geformt hat der Schriftsteller seine satirischen Episoden wie zu seiner Zeit beliebte Reiseberichte. 

Mittwoch, 29.11.2017, Brigitte Schwens-Harrant

Gegen eine Wirtschaft, die tötet

Zum 350. Geburtstag von Jonathan Swift: Satire will etwas erreichen. Sie will überreden, überzeugen. Sie will individuelle oder soziale Veränderung. Sie tut absichtlich weh. Sie spitzt zu, sie überzeichnet - und kann leicht missverstanden werden. 

Dienstag, 28.11.2017, Brigitte Schwens-Harrant

"... nach besten Kräften unterstützen"

Als konservativer Moralist und Denker wurde Jonathan Swift, der Autor von „Gullivers Reisen“, oft bezeichnet, der vor 350 Jahren geboren wurde. Der Literaturtheoretiker Edward Said sah in ihm aber auch „eine Art Lokalpolitiker, Kolumnisten, Pamphletisten, Karikaturisten“. 

Montag, 27.11.2017, Brigitte Schwens-Harrant

„Mit der Schärfe der Satire“

Zum 350. Geburtstag von Jonathan Swift: Es beginnt wie in einem spannenden Roman oder Film. Ein Sommerabend im Jahr 1726, durch die Londoner Gassen fährt eine Kutsche. Vor dem Haus eines Verlegers wird ein Paket abgelegt, die Kutsche ist auf und davon. Absender des Pakets unbekannt, Inhalt: das Manuskript eines anonymen Autors. 

Samstag, 25.11.2017, Johanna Schwanberg

Fragment

„Meterweit nur Bruchstücke, eines neben dem anderen. Akte in der Größe meiner Hand und größer … aber nur Stücke …. Und doch, je näher man zusieht, desto tiefer fühlt man, dass alles das weniger ganz wäre, wenn die einzelnen Körper ganz wären.“ 

Freitag, 24.11.2017, Johanna Schwanberg

Konsequenz

Ein monolithischer drei Meter hoher Block, der nur weit entfernt an einen menschlichen Körper erinnert. Aus dem rechteckigen Klotz ragt ein männlicher Kopf hervor. Er hat langes zerzaustes Haar, wulstige Lippen und einen selbstbewussten Blick, der in die Ferne schweift. Das Gesicht ist grob modelliert, an manchen Stellen wirkt es deformiert. 

Donnerstag, 23.11.2017, Johanna Schwanberg

Prozess

Alles scheint in Bewegung zu sein! Überall sind Skulpturen in Form von sich windenden Körpern, Menschentrauben oder bildhauerischen Fragmenten zu sehen. Zudem hat die modellierte Oberfläche eine ungemeine Dynamik. 

Mittwoch, 22.11.2017, Johanna Schwanberg

Liebe

Zwei nackte sitzende Figuren in inniger Umarmung. Die rechte Hand des Mannes umfasst die Hüfte der Frau, während die Frau ihren linken Arm um den Hals des Mannes schlingt und seinen Kopf zu ihrem Gesicht herunter zieht. 

Dienstag, 21.11.2017, Johanna Schwanberg

Gemeinschaft

Was für eine unglaubliche Revolution in der Geschichte der Skulptur! Und was für eine berührende und zugleich nachdenklich stimmende künstlerische Arbeit. Das denke ich mir immer wieder aufs Neue, wenn ich mich mit Auguste Rodins legendärer Skulpturengruppe „Die Bürger von Calais“ befasse. 

Montag, 20.11.2017, Johanna Schwanberg

„Meister des Unfertigen“

Zum 100. Todestag von Auguste Rodin: „Sein Leben ist eines von denen, die sich nicht erzählen lassen. Dieses Leben hat begonnen und es geht, es geht tief in ein großes Alter hinein.“ 

Samstag, 18.11.2017, Oliver Tanzer

Mythen und Selbst-Revolution

Heute ist Samstag und Sabbat und man darf an diesem Tag den Geistern lauschen. Ich will heute mit einer Geschichte enden, die von einer der ersten Revolutionen handelt. Sie hat sich dort abgespielt, wo die Fantasie des Menschen sein eigenes Werden zu begreifen versucht. In einer Legende, die sich die Menschen in Mesopotamien erzählten.