„Gedanken für den Tag“

Mittwoch, 31.1.2018, Martin Kolozs

Germanist oder Theologe

Nach der Matura im Jahre 1938 wollte Reinhold Stecher, wie sein Vater, Germanistik studieren. Die Erlebnisse während des Reichsarbeitsdienstes, den jeder junge Erwachsene seit 1935 im nationalsozialistischen Reich leisten musste, änderte jedoch seine Entscheidung zugunsten der Theologie. 

Dienstag, 30.1.2018, Martin Kolozs

Jeder ist der Nächste

Als Reinhold Stecher 1927 als Fünfjähriger eingeschult wurde, nahm ihn seine Mutter zur Seite und liebevoll ins Gebet. 

Montag, 29.1.2018, Martin Kolozs

Viele Wege führen zu Gott

Einer geht über die Berge. Zum 5. Todestag von Bischof Reinhold Stecher: Vor fünf Jahren, am 29. Jänner 2013, starb Bischof Reinhold Stecher, rund einen Monat nach seinem 91. Geburtstag in seiner Heimatstadt Innsbruck. 

Samstag, 27.1.2018, Michael Donhauser

Zwischen die Bäume hinein

In vier kurzen Sätzen, noch einmal, stellt Adalbert Stifter in dem Dichtungsversuch Witiko einen Ritt zu einem Wald und in dem Wald dar. Diese lauten: „Sie ritten mittagwärts dem Walde zu. Im Walde ritten sie auf einem schmalen Pfade zwischen die Bäume hinein. Sie ritten auf dem Pfade unablässig fort. Zuweilen trank einer aus einer Quelle, die an allen Orten im Walde rieselten.“ 

Freitag, 26.1.2018, Michael Donhauser

Ritt durch den Wald

„Sie ritten mittagwärts dem Walde zu. Im Walde ritten sie auf einem schmalen Pfade zwischen die Bäume hinein. Sie ritten auf dem Pfade unablässig fort. Zuweilen trank einer aus einer Quelle, die an allen Orten im Walde rieselten.“ 

Donnerstag, 25.1.2018, Michael Donhauser

Das Hingehen der Zeit

„So ging die Zeit hin, es mochte eine heitere trockene Wintersonne sein, oder Schneegestöber sein, oder Sturm sein, oder der Winternebel in die Zweige der Tannen herab reichen.“ 

Mittwoch, 24.1.2018, Michael Donhauser

Das schöne Land

Es gibt, nachdem in der Mappe meines Urgroßvaters von Adalbert Stifter ein Satz lautete: „In Weite und Breite ging das schöne Land von mir hinaus“,... 

Dienstag, 23.1.2018, Michael Donhauser

Die Mappe meines Urgroßvaters

In der letzten Fassung der Dichtung „Die Mappe meines Urgroßvaters“ von Adalbert Stifter unternimmt der Landarzt Augustinus während der Zeit, in der er auf die Wirkung einer verabreichten Medizin wartet und also Muße hat, einen Spaziergang durch einen angeblichen Garten. 

Montag, 22.1.2018, Michael Donhauser

„Sätze lesen“

Zum 150. Todestag von Adalbert Stifter: „Sie sahen das Mädchen über die Sandlehne empor gehen, und sahen es seitdem nie wieder.“ 

Samstag, 20.1.2018, Rupert Klieber

Die Pastoren-Märtyrer des Baltikums

Am großen Friedhof der lettischen Hauptstadt Riga steht der sogenannte Märtyrerstein, ein über zwei Meter hoher Obelisk aus schwarzem Granit. Er verzeichnet die Namen von 40 deutsch-baltischen und lettischen Pastoren der lutherischen Kirche, die in den Jahren 1918 und 19 von Bolschewiken ermordet wurden. 

Freitag, 19.1.2018, Rupert Klieber

William Penn

Protestanten lehnen den Heiligenkult der alten Kirchen bekanntlich ab. Aber auch sie haben ihre Säulenheiligen, deren Lebenszeugnis eine besondere Gedächtniskultur speist. 

Donnerstag, 18.1.2018, Rupert Klieber

Barbe Acarie

Aus dem frühen Mittelalter springen wir ins Jahr 1618, in dem eine bemerkenswerte Frau ihr Leben ließ: Barbe Acarie, 52 Jahre zuvor als Barbe Avrillot in die Familie eines hohen Finanzbeamten Frankreichs geboren. 

Mittwoch, 17.1.2018, Rupert Klieber

Rupert und Erentrud von Salzburg

Als gebürtiger Salzburger und auf den Namen Rupert getauft kann ich nicht umhin, mit Rupert und seiner Verwandten Erentrud zwei Gründergestalten Salzburgs zu würdigen, die 718, vor 1.300 Jahren, das Zeitliche gesegnet haben. 

Dienstag, 16.1.2018, Rupert Klieber

Kevin von Glendalough

Im Jahr 618 schied ein Mann aus dem Leben, dessen Name uns etwas vorschnell an Sprösslinge bildungsferner Schichten denken lässt: der Heilige Kevin von Glendalough, heute Dublin. 

Montag, 15.1.2018, Rupert Klieber

Spirituelle Jahresregenten 2018

Nach dem Luther-Jahr 2017 führt sich 2018 als weiteres Gedenkjahr ein. Wie vergangene Woche zu hören war, wird es vor allem Bruchlinien der Zeitgeschichte ansprechen: den Untergang des alten Europa 1918, das Ende der Ersten Republik 1938, die 1968er-Bewegung als Motor eines radikalen gesellschaftlichen Wandels. 

Samstag, 13.1.2018, Heidemarie Uhl

Gedenkjahr - Bedenkjahr

1988 wurde der Begriff Gedenkjahr erfunden – ein ganzes Jahr stand im Zeichen der Auseinandersetzung mit dem Anschluss 1938 und den Jahren des Nationalsozialismus in Österreich. 

Freitag, 12.1.2018, Heidemarie Uhl

Nachkriegsmythen

Der New Yorker Historiker Tony Judt hat 1993 als erster vom Phänomen des Zerbrechens der europäischen Nachkriegsmythen gesprochen. Die Konflikte um das Gedächtnis wurden und werden zwar im nationalen Rahmen geführt, aber sie ergeben ein gemeinsames transnationales europäisches Muster: 

Donnerstag, 11.1.2018, Heidemarie Uhl

Die Waldheim-Debatte

Die Generation of Memory, die sich kritisch mit den Mythen über die Vergangenheit auseinandersetzt, ist in Österreich durch die Waldheimdebatte 1986 geprägt. Dieser Konflikt hat sich an der berühmten Aussage des damaligen Präsidentschaftskandidaten über seine Kriegsvergangenheit entzündet. 

Mittwoch, 10.1.2018, Heidemarie Uhl

Wissen über die Vergangenheit

Wissen über die Vergangenheit wird auf vielen Ebenen vermittelt – vor allem auch in der Familie. 80 Jahre nennen Aleida und Jan Assmann als magische Grenze für das Zeitfenster des kommunikativen Gedächtnisses, in dieser Form kann Erfahrungswissen an kommende Generationen weitergegeben werden. 

Dienstag, 9.1.2018, Heidemarie Uhl

Die Geburtsstunde der Generation of Memory

„Generation Gedächtnis“ – diesen Begriff hat der amerikanische Historiker Jay Winter geprägt. Er stellt die Frage: Warum ist Gedächtnis, die Art und Weise, wie sich Gesellschaften mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen, im ausgehenden 20. Jahrhunderts so wichtig geworden? Woraus bezieht die Generation Gedächtnis ihren Antrieb, ihren Drive, ihre soziale Energie?