„Gedanken für den Tag“

Samstag, 18.11.2017, Oliver Tanzer

Mythen und Selbst-Revolution

Heute ist Samstag und Sabbat und man darf an diesem Tag den Geistern lauschen. Ich will heute mit einer Geschichte enden, die von einer der ersten Revolutionen handelt. Sie hat sich dort abgespielt, wo die Fantasie des Menschen sein eigenes Werden zu begreifen versucht. In einer Legende, die sich die Menschen in Mesopotamien erzählten. 

Freitag, 17.11.2017, Oliver Tanzer

Dies Irae - Wunder des Zorns

Freiheit und Gerechtigkeit stehen im Zentrum beinahe jeder Geschichte über Revolution. Aber sollte man nicht zwei Energien näher unter die Lupe nehmen, die sonst eher als unangenehme Nebenerscheinungen gedeutet werden? 

Donnerstag, 16.11.2017, Oliver Tanzer

Illusionen, Staubsauger und der „Neue Mensch“

Der Mensch, das ist eine alte Weisheit von Staubsaugervertretern, kauft nicht Staubsauger, sondern ein Lebensgefühl oder ein Wohlbefinden. Und zwar noch viel mehr als den Staubsauger selbst. Der Kunde kann sich damit quasi die eigene Welt-Beziehung zurecht putzen mit dem Staubsauger. 

Mittwoch, 15.11.2017, Oliver Tanzer

Die Revolution, Willhaben und Wir

Wenn man einen echten Revolutionär zeichnen wollte, dann würde der so aussehen: männlich, den Blick nach oben gewandt, also leicht Richtung Himmel, weil Himmel Zukunft bedeutet. Dazu ein schmuckes Barett auf dem Kopf mit einem kleinen Stern, ebenmäßiges Gesicht mit italienischen Zügen und ein neckisch-ungepflegter Bart. 

Dienstag, 14.11.2017, Oliver Tanzer

Revolten aus dem Sternenhimmel

Die Revolution ist nicht auf dem Schlachtfeld, in den Straßen von Paris 1789 und schon gar nicht von Lenin oder Trotzki erfunden worden. Vergessen wir das einmal. Stellen wir uns einen Mann hinter einem Fernrohr vor, der den Sternenhimmel Nacht für Nacht beobachtet, alles genau in Karten und Tabellen einträgt und darüber nachsinnt. So ungefähr sieht unser erster Revolutionär aus. 

Montag, 13.11.2017, Oliver Tanzer

Revolutionäre: Frühe Vögel

Zugegeben: Die Zeit in der Früh ist nicht unbedingt der Sendeplatz, an dem man sich gerne über Revolution Gedanken machen würde. Noch dazu: Gedanken für den Tag. Wenn man mühsam nach dem Lichtschalter tastet, sich aus dem Bett ächzt und der Gang ins Bad täglich neu beweist, dass das Wort müh-selig mit Seligkeit nicht das Geringste zu tun hat. 

Samstag, 11.11.2017, Amel Moussa

Fluss der Hände - Lyrik aus Tunesien

Die Lyrikerin Amel Moussa wurde 1971 in Tunesien geboren. Sie ist auch als Kolumnistin für einige arabische Zeitungen tätig und arbeitet als Soziologin - unter anderem über die „Rolle der Religion in der tunesischen Gesellschaft“. 

Freitag, 10.11.2017, Amel Moussa

Ich liebe mich - Lyrik aus Tunesien

Die tunesische Schriftstellerin Amel Moussa war vor einem Jahr zur Leiterin des renommierten Musik- und Kunstfestivals von Karthago bestellt worden, hat diese Aufgabe aber bereits nach wenigen Monaten zurückgelegt - nach ihrer Aussage: aufgrund von Differenzen mit dem tunesischen Kulturministerium. 

Donnerstag, 9.11.2017, Amel Moussa

Die Enkelin des Propheten wäscht sich - Lyrik aus Tunesien

Die tunesische Lyrikerin Amel Moussa hat bisher drei Lyrikbände veröffentlicht. Die beiden ersten Gedichtsammlungen wurden ins Italienische übersetzt, viele andere Gedichte ins Englische, Spanische, Französische, Polnische und Tschechische. 

Mittwoch, 8.11.2017, Amel Moussa

Bilder ohne Licht - Lyrik aus Tunesien

Die Lyrikerin und Schriftstellerin Amel Moussa wurde 1971 in Tunesien geboren. 

Dienstag, 7.11.2017, Abdelwahab Meddeb

In Diamanten - Lyrik aus Tunesien

Abdelwahab Meddeb wurde 1946 in Tunis geboren und ist 2014 in Paris gestorben und gilt als einer der profiliertesten französischen Schriftsteller arabischer Herkunft. 

Montag, 6.11.2017, Aymen Hacen

Archipele - Lyrik aus Tunesien

Aymen Hacen wurde 1981 in Hammam Sousse in Tunesien geboren. Er ist Lyriker, Romanautor, Essayist und Literaturwissenschaftler. 

Samstag, 4.11.2017, Michael Bünker

500 Jahre Reformation

Mit seinen 95 Thesen war Luther vor 500 Jahren in die Öffentlichkeit getreten. Ab jetzt, ab 1517, beherrscht die öffentliche Kontroverse das Geschehen, bis hin zu seinem Auftreten vor Kaiser und Reich am Reichstag von Worms vier Jahre später. 

Freitag, 3.11.2017, Michael Bünker

Gegnerschaft zum Papst

Ob Martin Luther sich dessen schon bewusst war, dass er mit seinen 95 Thesen das Feld der offenen Gegnerschaft zum Papst in Rom betritt? Auf den ersten Blick hat das gar nicht den Anschein. Auch wenn es in These 62 heißt: Der wahre Schatz der Kirche ist das Evangelium. 

Donnerstag, 2.11.2017, Michael Bünker

Petersablass

Als Martin Luther seine 95 Thesen veröffentlichte, konnte er gar nicht wissen, war für ein wohl durchdachtes religiös-wirtschaftlich-politisches Geflecht hinter diesem sogenannten Petersablass steckte. 

Dienstag, 31.10.2017, Michael Bünker

Die Sprengkraft der 95 Thesen

Schon die erste der 95 Thesen Martin Luthers birgt einiges an Sprengstoff. Sie lautet: „Als unser Herr und Meister Jesus Christus sagte: ‚Tut Buße‘, wollte er, dass das ganze Leben der Glaubenden Buße sei.“ 

Montag, 30.10.2017, Michael Bünker

„Der Funken an der Lunte“

Im österreichischen Staatsarchiv am Minoritenplatz in Wien liegt ein besonderes Blatt, 40 mal 28 Zentimeter groß und ganz eng bedruckt. Das sind die 95 Thesen Martin Luthers zu Ablass und Gnade, natürlich auf Lateinisch. 

Samstag, 28.10.2017, Saskia Jungnikl

Raus aus dem Trott

Menschen machen viel zu oft Dinge, weil sie meinen, sie könnten nicht anders. Weil es halt so sein muss. Dann verfliegt die Zeit und plötzlich kommt man drauf, man hat sich um sich selbst und das, was einem wichtig ist, zu wenig gekümmert. 

Freitag, 27.10.2017, Saskia Jungnikl

Ein Platz im Leben

Nachdem mein Vater gestorben war, dachte ich, gut, ich halte mich an die Trauerphasen. Ich habe sie alle durchlaufen, brav wie nach Lehrbuch, ich war traurig, dann wütend, dann hatte ich Sehnsucht. Das Problem ist, dass diese Trauerphasen eine zeitliche Limitierung suggerieren: Also ich bin vier Wochen traurig, dann vier Wochen wütend und so weiter. 

Mittwoch, 25.10.2017, Saskia Jungnikl

Tod und Religion

Wer über den Tod nachdenkt, der wird an einem Punkt immer auf die Religion kommen. Tod und Religion sind in unserer Gesellschaft untrennbar miteinander verbunden.