Rom: „Schneewunder“ wegen Diebstahls verschoben

Das alljährliche Fest vor der Basilika Santa Maria Maggiore musste verschoben werden, da das Equipment gestohlen wurde.

Enttäuschte Besucher mussten am Sonntagabend auf das Spektakel verzichten, das in Rom jährlich am 5. August vor der Basilika Santa Maria Maggiore an das sogenannte „Schneewunder“ aus dem Jahre 358 erinnert. Diebe hatten in den Nacht zuvor den Lastwagen mit Scheinwerfern, Laserkanonen, Lautsprechern und weiterer Ausrüstung für die Inszenierung gestohlen. Die Darbietung solle jetzt auf den 15. August verschoben werden, meldeten italienische Zeitungen am Montag.

Die Basilika Santa Maria Maggiore ist während des Spektakels bunt beleuchtet.

ANA/ Alessandro Di Meo

Mitten im Sommer wird unter dem römischen Nachthimmel die Vision eines Schneegestöbers erzeugt.

Das „Schneewunder“ erinnert an die Anfänge der größten Marienkirche Roms, Santa Maria Maggiore, nahe dem Bahnhof Termini. Nach der Legende erschien die Gottesmutter Papst Liberius (352-366) im Traum und forderte ihn auf, an jener Stelle eine Kirche zu errichten, an der mitten im Hochsommer Schnee läge. Als es darauf am 5. August auf dem römischen Esquilin-Hügel schneite, baute der Papst dort eine Basilika.

In Erinnerung findet seit Jahren jeweils zum 5. August eine große Show mit Lichteffekten und Händel-Musik statt. Das Spektakel gehört zu den touristischen Höhepunkten im ansonsten ereignisarmen römischen Hochsommer. Neben den Touristen besuchen zunehmend auch Römer die Aufführung. Infolge der Finanzkrise verbringen immer mehr italienische Hauptstädter die Sommerwochen nicht am Meer oder in den Bergen, sondern zu Hause.

(KAP)